Alle Tipps rund um Pflege und Styling

Alle Tipps rund um Pflege und Styling

12/23/2020

Wie Sie mit Ihren ersten grauen Haaren umgehen, hängt sicherlich auch davon ab, wie alt Sie sind. Während manche Menschen bereits in ihren 20ern graue Haare bekommen, zeigen sie sich bei anderen erst jenseits der 50. Mit Mitte 20 ist man wahrscheinlich eher noch geneigt, das Ergrauen des Schopfes verdecken zu wollen. Wann die Haare ergrauen, ist genetisch bestimmt. 

Warum entstehen graue Haare?

Jedes einzelne unserer Haare hat eine Haarwurzel, an denen sich Talgdrüsen, Zellen und Blutgefäße befinden. Hier wird das Farbpigment Melanin produziert, das unserem Haar seine Farbe verleiht.

Im Alter oder durch äußere Einflüsse lässt die Produktion von Melanin nach. Nämlich dann, wenn im Körper auch weniger der Aminosäure Tyrosin vorhanden ist. Diese ist notwendig für die Bildung von Melanin. Die Zellen bilden in der Folge weniger Pigmente. Wenn nun neue Haare nachwachsen, werden die Stellen, in denen sich normalerweise die Pigmentierung befindet, mit winzigen Luftbläschen, den sogenannten Vakuolen, gefüllt – die Haare wachsen weiß nach.

Graue Haare oder weiße Haare?

Nun, eigentlich sind graue Haare weiße Haare. Etwas verwirrend, oder?! Aber tatsächlich sind graue Haare eine optische Täuschung. Durch die Kombination aus weißen, farblosen und noch pigmentierten dunkleren Haaren wirken die Haare im Gesamtbild grau.

Wie die Haare wirken, hängt auch von der natürlichen Ausgangshaarfarbe ab. Während die nicht pigmentierten Haare bei dunklerer Naturhaarfarbe silbern erscheinen, verblasst die Haarfarbe bei blonder oder roter Ausgangshaarfarbe eher. 

Graue Haare: Das sind weitere Ursachen

Dass die Haare grau werden, hat nicht nur etwas mit dem Alterungsprozess zu tun. Auch andere Faktoren in unserem Leben können Einfluss darauf nehmen, wann und wie uns graue Haare wachsen. Dazu gehören:

  • Ungesunde Ernährung
  • Alkohol- und Nikotingenuss
  • Medikamente/Chemotherapie
  • Andauernder Stress
  • Bestimmte Krankheiten (z.B. der Schilddrüse oder Autoimmunerkrankungen)
  • Ein Schock-Erlebnis (Posttraumatische Belastungsstörung)

Die gute Nachricht: Sind diese Faktoren ausgeschaltet – beispielsweise durch eine Ernährungsumstellung, das Abgewöhnen des Rauchens oder das Beenden einer Therapie –können wieder pigmentierte Haare nachwachsen. Es lohnt sich also in jedem Fall, seine Lebensgewohnheiten und -umstände einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Lebensmittel gegen graue Haare.

Graue Haare! Und was nun?

Wir wissen, jetzt weshalb Haare grau werden. Doch was tun, wenn es wirklich soweit ist? Nun, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Für manche Menschen – gerade in jungen Jahren –sind graue Haare ein absolutes No-Go. Lange galten sie als untrüglichen Zeichen dafür, dass die jungen Jahre vorüber sind und man nun vielleicht nicht mehr im vollen Umfang als attraktiv und dynamisch angesehen wird. Das ist einer der Gründe, weshalb viele Frauen und Männer ihre Haare durch Färben oder Tönen verdecken.

Alles Quatsch, sagen heute immer mehr Menschen. Und schaut man sich in den sozialen Netzwerken diesbezüglich um, entdeckt man, dass es eine regelrechte Grey-Hair-Community gibt. Auf Instagram verbergen sich hinter zahlreichen Hashtags wie #silversisters #ditchingthedye, #greyhairmovement oder #greyisthenewblack Fotos von wunderschönen, teils inspirierenden Köpfen in Grau – natürlich und keinesfalls alt und langweilig.

Der Trend "Granny Hair", sich die Haare also komplett grau zu färben und damit einen Statement-Look zu kreieren, ist ja immerhin auch noch relativ frisch. Hierfür entscheiden sich im Übrigen größtenteils Frauen, die noch sehr jung sind und gar keine natürlich grauen Haare besitzen.

Wie auch immer Sie sich entscheiden – hier gibt es Tipps, wie Sie mit Ihren grauen Haaren verfahren können.

Graue Haare verschwinden lassen

Graue Haare repigmentieren

Wenn sich die ersten grauen Haare zeigen, muss nicht gleich gefärbt oder getönt werden. Es ist auch möglich, auf sanftere Weise eine Repigmentierung der Haare zu erzielen. Hierfür gibt es bestimmte Cremes und Shampoos, die nur hin und wieder angewendet werden müssen und die fehlenden Farbpigmente im Haar ganz einfach wieder auffüllen. Vorteil: Die Repigmentierung geschieht nicht über Nacht sondern erst im Verlauf von Tagen oder Wochen. Somit fällt Außenstehenden die Verwandlung oftmals gar nicht direkt auf.

Graue Haare tönen

Das Tönen ist ebenfalls eine sanfte Möglichkeit, graue Haare zu verdecken. Hierbei legen sich die Farbpigmente um das Haar, es wird also nur von außen "gefärbt". Allerdings hält sich die Tönung nicht lange im Haar. Je nach Intensitätsstufe der Tönung hält diese vier bis 10 Haarwäschen und muss dann wiederholt werden. Heller als den Grundhaarton kann man die Haare leider nicht tönen. Für die Grauabdeckung sollte man eine Nuance im eigenen Haarton oder etwas dunkler wählen. Vorteil der Tönung: Dadurch dass sie sich nach und nach auswäscht, entsteht kein kantiger Ansatz.

So wird's richtig gemacht: Haare tönen.

Graue Haare färben

Eine Färbung bringt die Pigmente in die Haare, indem es die Haare aufquillt. Ein nicht gerade haarschonender Prozess. Das Ergebnis hält allerdings deutlich länger, da sich die Farbe nicht rauswäscht, sondern mit der Zeit rauswächst. Bedeutet: In den Längen bleiben graue Haare viele Wochen verdeckt, doch am nachwachsenden Ansatz wird man nach spätestens drei Wochen neue graue Härchen entdecken. Dann ist Ansatz färben angesagt.

Außerdem sollten Sie bedenken, dass graue Haare die Farbe (gerade beim dunkler färben) stärker annimmt als der Rest der Haare. So können einerseits interessante Effekte erzielt werden – oder aber auch die ein oder andere "Überraschung". Zur Vermeidung probieren Sie am besten einen Ton aus, der eine Nuance heller ist als Ihr eigener Haarton.

So vermeiden Sie Fehler: Richtig Haare färben.

Graue Haare retouchieren

Eine ganz einfache Möglichkeit, erste graue Haare abzudecken, ist das Retouchieren. Hierbei werden durch Sprays oder Bürstchen (ähnlich einer Wimperntusche) Pigmente im eigenen Haarton direkt auf die grauen Härchen gegeben. Hierfür sollten Sie sich nur entscheiden, wenn erst ein paar Haare ergraut sind oder Sie einen nachwachsenden Ansatz nach dem Färben überdecken wollen. Für den ganzen Kopf ist die Methode nicht geeignet. Ein Nachteil ist, dass Sie "das Nachtuschen" nach jeder Haarwäsche wiederholen müssen, da sich die Pigmente aus dem Haar waschen. Vorteil: Kopfhaut und Haare werden nicht belastet. 

Graue Haare einfach wachsen lassen und pflegen

Übergang von Naturhaarfarbe zu Grau

Wenn Sie eine dunklere Haarfarbe haben und sich für Ihre natürlich grauen Haare entscheiden, dann brauchen Sie etwas Geduld, bis aus den einzelnen weißen Härchen und Ihren (noch) pigmentierten Haaren ein gleichmäßiger Ton wird. Sie können diesen Zeitraum gut überbrücken, indem Sie nur einzelne Strähnen in ihrem natürlichen Haarton in leichten Asch- oder Schiefertönen färben. So verhindern Sie beim ersten Wachsen vieler grauer Haare einen starken Ansatz und das Gesamtbild wirkt harmonischer. Sobald die grauen Haare genug rausgewachsen sind, können Sie auf die Strähnchen verzichten und Ihr schönes Grau der Welt zeigen.

Bei blonden Haaren fallen weiße Härchen kaum auf. Sie können die grauen Haare also einfach rauswachsen lassen oder zunächst kleine blonde Strähnchen setzen.

Gerade für diese Übergangszeit von Naturhaarfarbe zu Grau sollten Sie sich professionell beraten und einen erfahrenen Friseur Hand anlegen lassen.

Pflege von grauen Haaren

  • Graue Haare neigen wie blonde Haare zu einem Gelbstich. Hier leisten Shampoos und Conditioner mit Blauanteil Abhilfe. Sie sollten möglichst nicht öfter als einmal pro Woche angewendet werden, damit das Haar keinen Violettschimmer bekommt.
  • Graue Haare sind eher trocken und rau. Daher sind Haarkuren, die Keratin enthalten oder spezielle Haaröle gut geeignet, um die Haare weich und glänzend zu machen. 
  • Zu heißes Waschen, Föhnen oder Glätten kann graues Haar sehr strapazieren – also Vorsicht!

Der passende Schnitt für graue Haare

Erst mit dem richtigen Haarschnitt sehen graue Haare richtig gut aus. Ein Pixie-Cut kann hier stark verjüngend wirken und Ihr Gesicht betonen. Auch ein Bob oder Long Bob sind geeignete Frisuren bei grauen Haaren.Diese Schnitte wirken besonders modern. Je nach Gesichtsform können diese Schnitte auch mit einem fransigen Pony ein richtiger Hingucker sein.

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