Geheimnisse ihrer Wedding-Looks: Die Hochzeitstraditionen der britischen Royals

Geheimnisse ihrer Wedding-Looks: Die Hochzeitstraditionen der britischen Royals

02/13/2020

Wer glaubt, moderne Hochzeitspaare wie Herzogin Catherine und Prinz William, Herzogin Meghan und Prinz Harry oder Prinzessin Beatrice und ihr Edoardo Mapelli Mozzi hätten sich frei gemacht von jeglichen Traditionen, der irrt gewaltig. Auch heute noch befolgen die Damen bestimmte teils Jahrhunderte alte Stilregeln, wenn es um ihren Hochzeitslook geht.

Weiße Brautkleider

Sagte in Uniform Ja: Prinz William ehelichte am 29. April 2011 die bürgerliche Kate Middleton.

Sagte in Uniform Ja: Prinz William ehelichte am 29. April 2011 die bürgerliche Kate Middleton.

Kaum vorstellbar, aber Weiß ist noch gar nicht so lange die bevorzugte Farbe von Bräuten aller Länder. Bis ins 19. Jahrhundert hinein schlossen Frauen einfach im schönsten ihrer vorhandenen Kleider den Bund fürs Leben. Diese waren meistens funktional und farbig. Erst mit der Heirat von Königin Victoria und Prinz Albert am 10. Februar 1840 setzte sich Weiß als bevorzugte Farbe durch. Zunächst nur in adligen und vermögenden Kreisen, ist der Trend inzwischen auf dem ganzen Globus verbreitet. Angeblich wählte Victoria übrigens Weiß, um sich bestmöglich von den jubelnden Massen abzuheben. 

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Ein Bräutigam in Uniform

Bei Hochzeiten von Zivilisten kommt es natürlich nicht vor, unter Royals ist der Brauch, dass der Bräutigam in Uniform heiratet, jedoch weit verbreitet. Dies geht auf den Respekt zurück, den adlige Männer ihrer militärischen Laufbahn zollen. Zahlreiche Prinzen, insbesondere im englischen Königshaus, durchlaufen eine militärische Karriere und zeigen mit Stolz, welchen Einsatz sie für ihr Land geleistet haben. So haben sowohl Prinz Philip und Prinz Charles als auch Prinz William und Prinz Harry in Uniformen ihrer jeweiligen Einsatzgruppe geheiratet.

Königin Elizabeth II, damals noch Kronprinzessin, am Tag ihrer Hochzeit mit Prinz Philip am 20. November 1947.

Königin Elizabeth II, damals noch Kronprinzessin, am Tag ihrer Hochzeit mit Prinz Philip am 20. November 1947.

Eheringe aus walisischem Gold

Die vielleicht schönste Tradition der britischen Könige hält sich schon viele Jahrhunderte. Aus einem großen Stück Gold, gewonnen in der Clogau St David’s Mine in Bontddu, Wales, wurden etliche Eheringe für die gekrönten Häupter des Vereinigten Königreichs geschmiedet. Queen Mum, Queen Elizabeth, Prinzessin Margaret, Prinzessin Anne und sogar Prinzessin Diana besitzen alle Eheringe, die aus diesem Stück Gold geschmiedet wurden. Im November 1981 schließlich war das Gold beinahe aufgebraucht und die Royal British Legion überreichte der Queen ein weiteres, 36 Gramm schweres Stück 21-karätiges Gold. 

Myrte im Brautstrauß

Auch Herzogin Meghan trägt einen Brautstrauß mit Myrte, als sie am 19. Mai 2018 Prinz Harry heiratet.

Auch Herzogin Meghan trägt einen Brautstrauß mit Myrte, als sie am 19. Mai 2018 Prinz Harry heiratet.

Schon wieder eine Hochzeitstradition, die auf die große Königin Victoria zurückgeht. Am Tag ihrer Heirat 1840 trug Victoria Myrte in ihrem Hochzeitsbouquet, ebenso tat es ihre älteste Tochter Victoria bei ihrer Eheschließung 1858. Bis heute hält diese Vorliebe an: Die Queen, Herzogin Catherine und Herzogin Meghan liefen allesamt mit einem Zweig Myrte im Strauß auf den Altar zu. Gepflückt werden die Zweige für diesen ganz besonderen Tag übrigens im Garten des Ferienhauses der Queen, Osborne House auf der Isle of Wight. Mehr als 170 Jahre wächst dort schon der Strauch, den einst Prinz Alberts Großmutter als Geschenk an Königin Victoria überreichte. Myrte steht als Symbol für Liebe, Unschuld und Fruchtbarkeit – eine perfekte Kombination also für den Bund des Lebens.

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