7-fache Mutter verliebte sich in den besten Freund ihres Sohnes – jetzt sind sie schon 12 Jahre verheiratet

7-fache Mutter verliebte sich in den besten Freund ihres Sohnes – jetzt sind sie schon 12 Jahre verheiratet

08/05/2021

Wie konnte DAS denn passieren?

Dass daraus mal eine Beziehung werden würde, konnte nun wirklich niemand ahnen. Denn Marilyn Buttigieg aus dem britischen Crawley in West Sussex lernte ihren heutigen Ehemann auf sehr unspektakuläre Weise kennen: Ihr Sohn brachte seinen besten Kumpel William nach der Schule oft mit nach Hause; die beiden Jungs spielten dann Videogames. Und weil William oft bei ihnen zu Hause war, lernten die beiden sich besser kennen. Das war 2006. Da war Marilyn 45 Jahre alt und der Freund ihres Sohnes 16.

Schon damals, erzählt Marilyn heute, haben einige Bekannte gemunkelt, die beiden hätten doch was miteinander – was aber (noch) gar nicht stimmte. Die Anziehungskraft zwischen den beiden mit dem riesigen Altersunterschied von 29 Jahren war also sogar für andere zuerst offensichtlich, bevor die beiden es bemerkt haben.

Heute ist Marilyn 60, William 31 Jahre alt – und sie sind seit 12 Jahren glücklich verheiratet.

Tatsächlich Liebe

Als Marilyns Sohn seinen besten Freund öfter mit nach Hause brachte, begann der, im Haushalt zu helfen. Denn Marilyn leidet an einer Immunkrankheit und ist körperlich nicht sehr belastbar. Naja, und darüber lernten die beiden sich immer besser kennen – und es entwickelte sich zunächst eine Freundschaft. Aber es dauerte nicht lang: Als die beiden merkten, dass da mehr sein könnte und sie sich gerade ineinander verlieben, wollten das beide erstmal auf keinen Fall. Insbesondere die 7-fache Mutter Marilyn kam mit dem Altersunterschied überhaupt nicht klar. Vor allem, weil sie mit 45 ja schon einige Kinder hatte. „Ich wollte keine Kinder mehr, und ich wollte William nicht davon abhalten, eine Familie zu gründen, was er sich so wünschte“, erzählt Marilyn im Rückblick der britischen Zeitung „Metro“. „Ich wollte ihm sein Leben nicht verbauen“, erzählt die heute 60-Jährige. Außerdem gab es damals schon das Gerede von Freunden und Familie.

Aber es half alles nichts – die beiden verliebten sich unsterblich ineinander. Wobei William seine Angebetete erst überzeugen musste, dass sie es miteinander versuchen sollten, denn Marilyn war wegen des Altersunterschieds erst dagegen.

„Sie hat mit mir eine Art Beziehungs-Interview geführt, um sicher zu gehen, dass es auch wirklich das ist, was ich will – aber ich war mir 100% sicher“, sagt der heute 31-Jährige der Zeitung „Metro“. Und dann gab es kein Halten mehr: Die beiden verliebten sich unsterblich ineinander, ließen die Gefühle endlich zu und waren auf Wolke 7.

Und als es dann klar war, haben sie auch Nägel mit Köpfen gemacht, sind ziemlich zügig zusammengezogen und haben es auch ihren Familien und Freunden erzählt. Aber was dann kam, waren wirklich finstere Zeiten…

„Ich wurde etliche Male als pädophil beschimpft“ – dunkle Wolken ziehen auf

Man sagt ja „in guten wie in schlechten Zeiten“ – nun, bei diesem Paar kamen die schlechten Zeiten ganz klar zuerst. Denn obwohl sie mit ihrem Altersunterschied von 29 Jahren wie jedes verliebte Paar auf Wolke 7 schwebten, wurde es um sie herum ganz düster – im übertragenden Sinn. Niemand, wirklich niemand, hatte Verständnis für diese Liebe.

„Meine Familie hat uns schon verurteilt, als wir noch nur Freunde waren“, sagt Marilyn der „Metro“. Und als sie dann offiziell ein Paar waren – er 16 und sie 45 – da wurden die Anfeindungen sehr konkret und verletzend. Auch ihre Freundinnen und Freunde wandten sich ab.

„Wir haben sehr unter dem Hass gelitten, der uns entgegenkam“, erzählt Marilyn. „Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich als pädophil beschimpft wurde. Aber wir hatten immer einander.“

Und doch ist die ganze Ablehnung wahnsinnig belastend für das Paar, wie Marilyn erklärt: „Wir sind durch die Hölle gegangen – und sogar heute noch stecken uns Leute Nägel in die Autoreifen. Die können uns einfach nicht in Ruhe lassen.“

Bis auf eines ihrer 7 Kinder haben sie alle verstoßen, wollen nichts mehr mit ihr und ihrem jungen Freund zu tun haben. Auch William hat keinen Kontakt mehr zu seiner Familie.

„Wir sind uns und unseren Gefühlen treu geblieben, und das ist es ja, was zählt“, sagt Marilyn, und damit fasst sie ziemlich genau den Kern ihrer Liebesgeschichte zusammen.

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Die Braut, die sich dann doch endlich traut

Drei Jahre, nachdem sie zusammengekommen waren, hat William, inzwischen 19 Jahre alt, seien ganzen Mut zusammengenommen und seiner Marilyn, nun 48, im Februar 2009 einen Heiratsantrag gemacht. Und obwohl sie sich ja anfangs gegen die Beziehung gesträubt hatte, war ihre Liebe mittlerweile so tief, dass Marilyn wusste: Es ist für immer. Und dann ging es doch ganz schnell: Im April 2009 haben die beiden geheiratet. Ihr schönster Tag. Die ganzen Anfeindungen, der Hass, nichts hat ihrer Liebe etwas anhaben können.

„Um ehrlich zu sein: Ich glaube, das hat uns nur noch mehr zusammengeschweißt“, findet William.

Die Flitterwochen verbringen sie in Gibraltar, wo Marilyn ursprünglich herkommt. Ein Happy End, trotz allem. Aber die Geschichte ist noch nicht vorbei…

Diese Geschichte ist filmreif

Heute, nach 12 Jahren glücklicher Ehe, sind Marilyn und William gestärkt und selbstbewusster denn je. Sie küssen sich längst in der Öffentlichkeit. „Sollen sie doch starren, wenn sie wollen“, erzählt die jetzt 60-Jährige der Zeitung „Metro“.

Es hat sich längst alles zurechtgeruckelt: Marilyn ist mittlerweile Inhaberin einer Reinigungsfirma, William ist als Filmproduzent tätig. Ihre Liebe ist noch genauso so groß wie damals, als sie alle verachtet haben dafür.

„William und ich“, schwärmt Marilyn „lieben uns immer noch so sehr. Wir sind nie voneinander getrennt, und wenn es doch mal vorkommt, vermissen wir uns so sehr. Er ist mein Seelenverwandter.“ Und William ergänzt: „Ich wusste von Anfang an, dass wir was Besonderes sind. Sie war und ist meine Traumfrau.“

Und weil das so ist, haben die beiden jetzt wieder Großes vor: Sie wollen ihre ungewöhnliche Liebesgeschichte selbst produzieren und sammeln dafür Geld. William erzählt: „Wir wollen unsere Geschichte auf unsere Art erzählen. Und dazu beitragen, dass Menschen Beziehungen mit großen Altersunterschieden nicht mehr verurteilen.“ Was Marilyn genauso sieht: „Ich denke, wie Menschen solche Beziehungen betrachten, müsste sich noch weiter ändern. Ich kann mir niemanden vorstellen, der mich mehr liebt als William.“

Das könnte doch auch ein sehr schöner letzter Satz in Marylins und Williams ganz persönlichen Liebesfilm sein, oder? (gha)



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