Auslandsreisen auch im Lockdown weiter möglich

Auslandsreisen auch im Lockdown weiter möglich

11/22/2021

Auslandsreisen sind auch während des österreichweiten Lockdowns möglich. Diesbestätigte das Gesundheitsministerium am Montag der APA.

Dabei seien“natürlich“ die Einreisebestimmungen des Ziellandes und nach Österreichzu berücksichtigen. Die österreichischen Bestimmungen wurden zeitgleichmit dem Lockdown verschärft, Antigen- und Antikörpertests werden jetztnur noch in Ausnahmefällen akzeptiert.

Verschärfte Einreiseverordnung in Österreich in Kraft

Ausnahmen gibt es nur für Pendler – für sie gilt weiterhin 3G statt2,5G – und Schüler, die ihren Ninjapass vorweisen können, geht aus der7. Novelle der Covid-19-Einreiseverordnung hervor. Bei Pendlern reichtes aber nicht mehr aus, sich nur einmal wöchentlich testen zu lassen.Sie brauchen einen maximal 72 Stunden alten PCR-Test oder einenhöchstens 24 Stunden zurückliegenden Antigentest. Zudem wird durch diebereits am vergangenen Dienstag veröffentlichte Einreiseverordnung dieGültigkeitsdauer des Impfnachweises von zwölf auf neun Monate verkürzt,wobei bis 6. Dezember eine Übergangsfrist gilt.

Lockdown seit Montag in Kraft – Auslandsreisen möglich

Der bundesweiteLockdown sieht vor, dass man den eigenen Haushalt nur für begründeteAusnahmen wie etwa Arbeit oder die Deckung von Grundbedürfnissenverlassen kann. Während früherer Lockdowns wurden im grenznahen AuslandUmgehungshandlungen durch Personen mit Wohnsitz in Österreichbeobachtet, etwa Auslandsreisen zum Einkaufen. Alle NachbarländerÖsterreichs halten derzeit ihre Grenzen zumindest für Geimpfte offen.

Verstärkte Polizeikontrollen

Aus dem Innenministerium hieß es am Montag auf APA-Anfrage, die Art der Kontrollen bleibe ähnlich wie in der 2G-Phase und während des Lockdowns für Ungeimpfte. „Die Intensität der Kontrollen bleibt hoch und wird durch zusätzliche Einsatzkräfte verstärkt“, teilte ein Ministeriumssprecher mit. Dabei könne temporär auch auf etwa 1.000 Polizeischülerinnen und Polizeischüler als Verstärkung zurückgegriffen werden. In den vergangenen Tagen seien 150.000 Kontrollen durchgeführt und etwa 800 Anzeigen erstattet worden.

Die Kontrollen würden“weiterhin von zwei Säulen getragen“, und zwar Kontrollen im allgemeinenStreifendienst sowie zusätzliche Schwerpunktaktionen durchBereitschaftseinheiten und spezialisierte Streifen, erläuterte dasMinisterium. Das Grundprinzip laute weiterhin Lockdown-Kontrollen beijeder polizeilichen Amtshandlung. Unbeantwortet blieb die konkrete Frageder APA, ob eine Intensivierung der Grenzkontrollen geplant ist. Imbenachbarten Italien hatte es in der Vorwoche bereits Aufrufe vonRegionalpolitikern gegeben, den Grünen Pass bei Einreisenden ausÖsterreich konsequent zu kontrollieren.

Rückkehr könnte problematisch werden

Unverändert blieben amMontag auch die Reisehinweise des Außenministeriums. Alle EU-Staatensind weiterhin „grün“ eingefärbt, stehen also auf Sicherheitsstufe 2.Wer dem Lockdown also durch eine längere Urlaubsreise ins Auslandentkommen will, dürfte dies wohl machen können. Problematisch könnte esnur werden, wenn die Rückkehr noch während des Lockdowns erfolgt und manbei einer Polizeikontrolle keine der Ausnahmen glaubhaft machen kann.

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(APA/Red)

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