Beste Botschafter für die Lehre

Beste Botschafter für die Lehre

11/03/2020

Das Projekt „DieVorarlberger Ausbildungsbotschafter“ wurde im Dis.Kurs Zukunft, demStrategieprozess der Wirtschaftskammer Vorarlberg (WKV), initiiert und imvergangenen Jahr erfolgreich gestartet. Nach Coachingtagen für die neuenAusbildungsbotschafter geht das Projekt nun in die zweite Runde.

Im Rahmen desWKV-Strategieprozesses Dis.Kurs Zukunft haben sich die Teilnehmer(innen)intensiv Gedanken gemacht, wie Vorarlberg als „Land der Lehre“ weiter gestärktwerden kann. Ein Ergebnis dieses Prozesses ist das Projekt „Die VorarlbergerAusbildungsbotschafter“: Die WKV hat das Projekt im vergangenen Jahr inKooperation mit dem BIFO – Beratung für Bildung und Beruf initiiert undgestartet.

Persönlich und authentisch informieren

Im Rahmen des Projekts erfahren Schüler(innen)von Lehrlingen aus erster Hand, welche Perspektiven eine duale Ausbildungbietet. „Damit wollen wir Jugendlichen auf persönliche und authentische Art undWeise die Vielfalt an Berufen aufzeigen und die Qualität und das Engagement derausbildenden Betriebe im Land noch sichtbarer machen. Es geht darum, einen Impulszu setzen, Interesse zu wecken und Begeisterung für die duale Ausbildung zuentfachen“, erklärt WKV-Präsident Metzler die Intention des Projekts.

DieAusbildungsbotschafter erzählen an Schulen, wie und warum sie sich für ihrenBeruf entschieden haben, wo sie Informationen und Unterstützung erhalten habenund wie die Bewerbung für die Wunschlehrstelle abgelaufen ist. Sie berichtenüber ihren Tagesablauf im Lehrbetrieb und in der Berufsschule, wie viel sieverdienen und welche Möglichkeiten und Pläne sie nach der Lehre haben. Metzler:„Durch dieses Format können wir den Schüler(inne)n eine ganz andere Art vonBerufsinformation bieten, indem die Lehrlinge selbst berichten, wie es ihnen inder Orientierungsphase ergangen ist und welchen Weg sie schließlicheingeschlagen haben.“

Projekt erfolgreich implementiert

Nach der umfassenden Pilotphase wurde das Projektim Sommersemester 2019 gestartet, seitdem haben die Ausbildungsbotschafter 66Schul-
einsätze absolviert, weitere 30 sind geplant. Aktuell stehen für das Projekt 25Ausbildungsbotschafter zur Verfügung, zwölf davon sind seit dem Projektstartdabei, heuer kamen 13 neue Botschafter dazu. Sie kommen aus Branchen wie derIndustrie, dem Gewerbe und Handwerk, dem Handel, Tourismus und aus demTransport und Verkehr. Insgesamt sind 20 unterschiedliche Berufsbilder durchdie Vorarlberger Ausbildungsbotschaftern vertreten.

Wissen auf Augenhöhe vermitteln

Vor dem ersten Einsatz erhalten dieAusbildungsbotschafter ein Training mit Kommunikationsexpert(inn)en. Im Rahmender zwei Coachingtage für die Vorarlberger Ausbildungsbotschafter standen die Reflexion des eigenenWeges, inhaltliche Ideen für die Einsätze an den Schulen, Wissen zurBildungswahl und Tipps und Tricks für ihre Präsentation als Ausbildungsbotschafterauf der Tagesordnung.

Dabei ist wichtig, dass die Lehrlinge ihrePräsentationen selbst entwickeln, wie Andreas Pichler, Geschäftsführer des Bifo– Beratung für Bildung und Beruf, erklärt: „Dass echte Lehrlinge von ihrem Job,Werdegang und dem Weg dahin berichten, ist das, was das Projekt so spannendmacht. Das spiegelt sich auch in den Einsätzen an den Schulen wider. DieAusbildungsbotschafter vermitteln mit viel Freude und Engagement ihr Wissen undmachen damit die Schüler(innen) neugierig.“

Erfahrungen aus erster Hand

„Die beimAusbildungsbotschafterprojekt engagierten Lehrlinge zeigen, wie vielfältigKarrierewege heute sind und welche Chancen die duale Ausbildung bietet. Und eswird niemanden wundern, dass diese authentischen Botschaften von Jugendlichenfür Jugend-
liche gut ankommen und Begeisterung schaffen“, erklärt WKV-Präsident Metzler.

Bei einem Besuch der VorarlbergerAusbildungsbotschafter bleibt im Anschluss an die Präsentation der Lehrlingeimmer Zeit für offene Fragen. „Die Ausbildungsbotschafter kommen inmitten derBerufsorientierungsphase an die Schulen. Erfahrungen und Informationen auserster Hand sind zu diesem Zeitpunkt sehr wichtig. Die Ausbildungsbotschaftersind nur wenige Jahre älter als die Schüler(innen) selbst. Das ermöglicht einenAustausch auf Augenhöhe und die Jugendlichen haben weniger Scheu, Fragen zustellen“, erklärt BIFO-Geschäftsführer Pichler.

Positives Feedback

Das Projekt kommt sowohl bei Lehrer(inne)n undSchüler(inne)n als auch bei den Lehrlingen selbst sowie deren Ausbildnern inden Betrieben gut an, wie Andreas Pichler berichtet: „Wir stehen im direktenAustausch mit den Schulen und erhalten positive Rückmeldungen zum Projekt. DasAngebot passt gut in den Berufsorientierungsunterricht, der an den Schulen stattfindetund die Lehrpersonen nutzen das Angebot sehr gerne: Die Jugendlichen erhaltendurch die Ausbildungsbotschafter zusätzliche Motivation für ihre Bildungswahlund bringen bei weiteren Schritten schon erste Eindrücke mit.“

Wirtschaftskammerpräsident Metzler ergänzt: „Auchvonseiten der Unternehmen ist das Feedback sehr positiv: Sie schätzen unsereInitiative als wertvollen Beitrag zur Berufsorientierung, der die Attraktivitätder Lehre stärkt. Weitere Vorteile sind die Präsentationsmöglichkeit und die Weiterentwicklungihrer Lehrlinge. Das ist wichtig, weil die Lehre ein Schlüsselfaktor für denStandort Vorarlberg ist. Nur mit einer attraktiven dualen Ausbildung undmotivierten, topausgebildeten Lehrlingen und Fachkräften wird sich Vorarlbergals Standort auch künftig im internationalen Wettbewerb messen können.“

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