Das war die Matura 2021

Das war die Matura 2021

07/09/2021

Onlineunterricht, gar keine Schule, Unterricht imSchichtbetrieb:

Wie schon im Vorjahr stand auch dieses Schuljahr im Zeichender Coronapandemie. Ebenso die diesjährige Zentralmatura, die am 20. Mai fürrund 40.000 Schülerinnen und Schüler in Österreich begonnen hat. Coronabedingtgab es auch heuer keine mündlichen Prüfungen. Voraussetzung für die Teilnahmean der schriftlichen Zentralmatura war ein negativer Coronatest bzw. dieBestätigung einer durchgemachten Infektion. Außerdem wurde die Arbeitszeit wiedereine Stunde verlängert und die Jahresnote in die Maturanote einbezogen.

Deutsch

Mit Deutsch stand dabei gleich am ersten Tag jeneReifeprüfung an, die wirklich für alle teilnehmenden Schüler einheitlich ist:Die Maturanten erhielten, egal welche Schulform sie besuchen, die gleichenAufgabenpakete. In allen anderen Fächern gibt es Unterschiede je nach Schultypoder bei Fremdsprachen nach Anzahl der unterrichteten Jahre.

In Deutsch konnten die Schüler wie jedes Jahr eines von dreiAufgabenpaketen auswählen, die jeweils zwei voneinander unabhängigeAufgabenstellungen enthalten. Die Maturanten mussten innerhalb von sechsStunden zwei Texte verfassen. Wörterbücher durften verwendet werden. Eines derdrei Pakete muss eine literarische Aufgabe enthalten. Dies war heuer dieInterpretation des Textes „Im Verbrauchermarkt“ des österreichischen AutorsWerner Kofler.

Darüber hinaus gab es als Aufgaben die Zusammenfassung einesBerichts über die Malerin Frida Kahlo, die Erörterung eines Interviews mit demSchweizer Bestseller-Autor Rolf Dobelli zum Thema „Breaking News“ sowie dieZusammenfassung eines „Furche“-Berichts über Roboterjournalismus („Journalismusohne Journalisten“). Im letzten Aufgabenpaket enthalten waren die Analyse einesEssays zum Thema „Sind wir alle Voyeure“ aus der „Kleinen Zeitung“ sowie einKommentar zum „Gesellschaftlichen Zusammenleben“ anhand einer„Standard“-Reportage.

Mathematik

Traditionell setzt es in Mathematik die meisten Fünfer. ImVorjahr wurde rund jede fünfte Arbeit an einer AHS und jede siebente an einerBHS negativ bewertet: Die Mathematik-Matura ist für viele die größteHerausforderung bei der Zentralmatura. Erst die Einbeziehung der Jahresnote indie Maturanote rettete im Vorjahr etliche Schüler. Nach dem schlechten Ergebnisdes Vorjahres wurde die AHS-Mathe-Matura heuer erleichtert. Bisher gab es einenGrundlagenteil sowie einen vertiefenden Teil mit komplexeren, textlastigenAufgaben, die mit jeweils 24 Punkten bewertet wurden.

Dieses Jahr war zwar der Grundlagenteil unverändert (24Aufgaben zu je einem Punkt), im textlastigen vertiefenden Teil wurden aber nurnoch zwölf Punkte vergeben. Der Punkteanteil der komplexeren Aufgaben bei derMatura sank damit. In diesem vertiefenden Teil selbst gab es heuer eine Aufgabemit vier unabhängig voneinander zu erreichenden Punkten sowie drei Aufgaben mitjeweils vier Punkten. Innerhalb dieser letzten drei Beispiele gab es eine„Best-of-Wertung“: Für die Benotung wurden nur jene beiden herangezogen, indenen die meisten Punkte erzielt wurden. Ein „Genügend“ erhielt, wer 17 Punkteschafft. Ab 22 Punkten gab es ein „Befriedigend“, ab 27 ein „Gut“ und ab 32 ein„Sehr Gut“.

„Es ist zwar sicher noch nicht voll repräsentativ. Aber wasich so gehört habe, war Mathematik offenbar nicht so schwer“, schilderteVorarlbergs AHS-Landesschulsprecher Maximilian Kubesch die ersten Eindrücke derKandidatinnen und Kandidaten der Mathe-Matura den VN. Heuer hatten sowohl inden BHS als auch in den AHS nur etwa ein Zehntel der österreichischenMaturanten einen Fünfer auf die Mathematik-Klausurarbeit.

Wie im Vorjahr setzte sich die Beurteilung zu je 50 Prozentaus der Note des Jahreszeugnisses und der Note der schriftlichen Maturazusammen. Wer in der Jahresnote ein „Befriedigend“ hatte, ist in der Regel auchbei einem „Nicht genügend“ in der Matura auf der sicheren Seite. EinenUnterschied gab es allerdings: Heuer mussten für eine positive Gesamtnotezumindest 30 Prozent der erreichbaren Punkte erzielt werden. Damit solltevermieden werden, dass – wie im Vorjahr – manche Schüler leere Maturaaufgabenabgeben.

Englisch

Im Fach Englisch gab es Schreib-, Lese- und Höraufgaben.Unter anderem mussten zwei Texte geschrieben werden. In der AHS musste etwa ein400-Wörter-Essay für das National Environment Magazine zum Thema „Zero Waste“geschrieben werden. In der zweiten Aufgabe sollte ein Kommentar mit 250 Wörternzum Thema „Fake News“ verfasst werden.

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