Ein Jubiläum im Zeichen von Corona

Ein Jubiläum im Zeichen von Corona

09/25/2020

DerSchützenmusikverein Sulz wird heuer 140 Jahre alt.

140 JahrSchützenmusikverein Sulz – das sollte das ganze Jahr über mit verschiedenenVeranstaltungen gebührend gefeiert werden. Der Anfang war vielversprechend. DenAuftakt des Jubiläumsjahres bildete der Musikjahrtag, zu dem derSchützenmusikverein, im Gedenken an seine verstorbenen Mitglieder eine Messemusikalisch mitgestaltete. Zudem waren in der Kirche alte Fotos undVereinsbücher aus der Chronik ausgestellt. Unter regem Interesse wurden dieAntiquitäten begutachtet und waren auch bei der anschließenden AgapeGesprächsthema Nummer eins. „Freilich schwelgten unsere Ehrenmitglieder inErinnerungen ihrer Musikantenjahre und erinnerten sich an viele Anekdoten“,erzählt der Obmann des Schützenmusikvereins Sulz Andreas Bechter.

Coronabedingte Pause

Danach wurde einekurze Probenpause eingelegt, die dann doch länger dauerte als erwartet.  „Wir waren während des Lockdowns durch denCorona-Virus aber nicht ganz untätig und überlegten uns, wie wir dennoch dasBeste daraus machen könnten“, so Bechter. Schnell wurde klar, dass dasalljährliche Muttertagskonzert nicht stattfinden können würde – zu viele Probenfehlten schon. Auch das Maiblasen musste abgesagt werden und für die finanziellwichtige Haussammlung im April musste eine Alternative her. „Als nächstesfolgte die Absage der gesamten Sommerkonzertreihe, die wir anlässlich unseresJubiläums geplant hatten. Kein Fronleichnams-Frühschoppen – sämtliche Platzkonzertein Gasthäusern und an Sulner Plätzen und auch unser Sommerrausch wurdegestrichen“, bedauert der Obmann.

Kreative Lösungen

Auch alle Ausflügeund Veranstaltungen mit der Jungmusik mussten überdacht, angepasst oderabgesagt werden. „Letztes Jahr hatten wir eine Instrumentenvorstellung, bei deralle Schüler der Volksschule Sulz von der Vorarlberger Militärmusik unterhaltenwurden. Diese Begeisterung für die Blasmusik wollten wir auch heuer wiedervermitteln, in diesem April war dies aber nicht möglich“, so Bechter. Schnellwar auch klar, dass es kein Jungbläserseminargeben würde. Dafür veranstaltete das Jugendteam ein Jungmusik-Wochenende,welches von Freitag bis Sonntag im Musikheim ohne Übernachtung stattfand. Vonintensiven Orchesterproben über Spiele bis zu Pizza, Muffins und sehr viel Spaßwar alles dabei. Neu Stücke wie der Walzer „Ein Strauß für Dich“ wurdeneinstudiert.

Mitte Juni gab dieRegierung diverse Lockerungen bekannt, durch die es mit strikten Auflagenwieder möglich wurde, den Probenbetrieb aufzunehmen. Zur Begrüßung allerMusikanten nach der langen Pause stellte der Vorstand ein kleinesBegrüßungspaket zusammen. Das Corona-Package enthielt Desinfektionsmittel fürdie Hände, ein Schnäpschen der Eusebius Brennerei, Sticker des neu gestaltetenVereinslogos und einen kleinen Begrüßungsbrief mit einer kurzen Erklärung derderzeitigen Situation und den Auflagen zu den Proben.

Jubiläumskonzert imNovember

Als kleines Highlightvor der Sommerpause beschloss man, zwei kleine lockere Platzkonzerte zuveranstalten. Unter den Auflagen, mit Abstand und situationsgerechtemGetränkeausschank, wurden die Sommerproben nach draußen auf den neuen Platzzwischen Kindergarten und Musikheim verlegt. Dort wurde das Publikum unterfreiem Himmel unterhalten. Für die Einhaltung aller Bestimmungen war einiges anKreativität gefordert, dennoch fanden die Konzerte großen Anklang.  „Spannend wird nun noch der uns bevorstehendeHerbst, in dem unser Jubiläumskonzert am 28. November 2020 im Frödischsaal inMuntlix geplant ist. Die Chronikausstellung unserer gesamten 140 Jahre, die wirzum Konzert ausstellen werden, ist bereits fertig gestellt und dieAuftragskomposition, die diese gesamte Zeit vertont, ist auch auf derZielgeraden. Wir hoffen nun das Beste, dass wir unser Jubiläumsjahr, so wie wires geplant hatten, beenden können“, gibt sich Andreas Bechter vorsichtigoptimistisch.

Quelle: Lesen Sie Vollen Artikel