Giftige Cucurbitacine: Bitter schmeckenden Kürbis keinesfalls verzehren!

Giftige Cucurbitacine: Bitter schmeckenden Kürbis keinesfalls verzehren!

10/27/2020

Herbstzeit ist Kürbiszeit

Ob als Suppe, Muffins oder klassisch als Gemüse: Wir lieben Kürbis! Wie gut, dass das orange-leuchtende Gemüse gerade Hochsaison hat. Doch manche Kürbisse enthalten Bitterstoffe, die giftig sind und schlimmstenfalls sogar zum Tod führen können!

Was sind Cucurbitacine?

Die sogenannten Cucurbitacine sind Bitterstoffe, welche die Pflanze vor Fressfeinden schützen soll. Sie finden sich nicht nur in Kürbissen, sondern auch in anderen Kürbisgewächsen wie beispielsweise Gurken oder Zucchinis. Immer wieder wird in diesem Zusammenhang über Fälle von gefährlichen Lebensmittelvergiftungen berichtet.

Heute sind Cucurbitacine nahezu ausschließlich in Zierkürbissen enthalten, weil sie aus den kultivierten Speisekürbissen herausgezüchtet wurden, um diese gefahrlos genießen zu können. Wenn sich jedoch Zier- mit Speisekürbissen kreuzen, können auch die Speisekürbisse wieder Cucurbitacine bilden. Dies kann vor allem Hobbygärtnern schnell passieren, wenn diese sowohl Zier- als auch Speisekürbisse anbauen. Aber auch infolge von Mutationen kann es passieren, dass auch Speisekürbisse Bitterstoffe produzieren.

Wie äußert sich eine Vergiftung durch Cucurbitacine?

Nehmen wir den Bitterstoff zu uns, kann dies zu Übelkeit, Magenkrämpfen, Erbrechen und Durchfall führen, da Cucurbitacin die Magenschleimhaut angreift. Auch ein verstärkter Speichelfluss, Kopfschmerzen und Herzrasen sind typische Symptome einer solchen Lebensmittelvergiftung. Sollten Sie eines dieser Symptome nach dem Verzehr von Kürbis – oder auch Zucchini oder Gurke – wahrnehmen, sollten Sie unverzüglich einen Arzt aufsuchen.

+++Hier erfahren Sie, wie Sie Lebensmittelvergiftungen vorbeugen können.+++

Bei empfindlichen Bevölkerungsgruppen wie beispielsweise Kindern, älteren oder kranken Menschen kann es nach dem Verzehr sogar zu einem Kreislaufversagen mit Todesfolge kommen.

Etwa 300 mg Cucurbitacin können zum Tode führen. In der Regel schreckt jedoch der bittere Geschmack Menschen davon ab, diese Menge aufzunehmen.

So erkennen Sie, ob Ihr Kürbis Cucurbitacine enthält

Hat ein Kürbis faulige, weiche oder schimmelige Stellen oder riecht er muffig, ist offensichtlich, dass man ihn nicht mehr essen kann. Das macht Cucurbitacine unter anderem so gefährlich: Man kann sie nicht sehen.

Immerhin äußert sich der Gehalt an Cucurbitacinen durch einen bitteren Geschmack des Gemüses. Bevor Sie den Kürbis verarbeiten oder kochen, sollten Sie also immer ein kleines Stück roh probieren. Schmeckt der Kürbis bitter, sollten Sie ihn umgehend wegwerfen. Die giftigen Bitterstoffe werden durch das Kochen nämlich nicht unschädlich gemacht, sondern bleiben erhalten.

+++Diese Gemüsesorten sollten Sie nicht roh essen!+++

Generell gilt: Je reifer der Kürbis, desto höher der Gehalt an Cucurbitacin.

+++Bei welchen Kürbissen Sie die Schale mitessen können und bei welchen nicht, erfahren Sie hier!+++

Diese Tipps sollten Hobbygärtner beherzigen

Wenn Sie das Gemüse im nächsten Jahr wieder ernten wollen, sollten Sie keine Kürbissamen aus den Früchten entnehmen und aussäen. Kaufen Sie die Samen stattdessen jedes Jahr neu. Nur so können Sie ungewollte Kreuzungen ausschließen und sicher sein, dass aus den Samen Speisekürbisse ohne Cucurbitacin wachsen.

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