"Grusel-Angelina" Sahar Tabar hat sich im Gefängnis mit dem Coronavirus infiziert

"Grusel-Angelina" Sahar Tabar hat sich im Gefängnis mit dem Coronavirus infiziert

04/17/2020

Sie wollte so aussehen wie Angelina Jolie

Vor circa drei Jahren zog diese Iranerin alle Aufmerksamkeit auf sich. Sahar Taber (angeblich heute 32) unterzog sich, nach eigenen Aussagen, circa 50 Schönheitsoperationen, um so auszusehen wie ihr großes Idol Angelina Jolie. Später gab sie an, ihr anderes Idol sei eine Figur aus dem Animationsfilm “Corpse Bride”. Auf Instagram präsentierte sie sich teils echt und teils gephotoshopt und wurde so als “Zombie-Angelina” bekannt. Mehr als 300.000 Follower folgten ihren gewöhnungsbedürftigen Bildern. Seit Oktober 2019 sitzt sie im Iran im Gefängnis und soll sich dort mit dem Coronavirus angesteckt haben.

Anwälte hatten bereits ihre Freilassung beantragt

Laut einer Menschenrechtsorganisation soll die Instagramerin, die mit bürgerlichen Namen Fatemeh Khishvand heißt, an ein Beatmungsgerät angeschlossen sein, berichtet die New York Post. Im Oktober 2019 wurde Sahar Tabar wegen Blasphemie und Gewaltaufrufen festgenommen. Instagram ist übrigens die einzige Plattform im Iran, die genutzt werden darf. Facebook und Twitter sind verboten. Als das Coronavirus im Land ausbrach, forderte ihr Anwalt eine Freilassung, der zuständige Richter lehnte allerdings ab. “Es ist nicht akzeptabel, dass sich diese junge Frau unter den gegebenen Umständen mit dem Virus infiziert hat, nachdem ihre Inhaftierung immer weiter verlängert worden war”, sagt Anwalt Payam Derafshan.

Gefängnisbehörden bestreiten eine Ansteckung

Die örtliche Gefängnisbehörde in Teheran weist die Meldung einer Ansteckung Sahar Tabars mit dem Coronavirus zurück. Der Anwalt der Iranerin ist entsetzt über die Äußerungen. “Es macht keinen Sinn, dies zu leugnen. Der Gefängnisdirektor sollte die Infektion anerkennen und zugeben, dass sie ins Krankenhaus eingeliefert wurde.” Er forderte die Behörden auf, Tabar und andere Insassen freizulassen. “Viele Frauen im Shahr-e Rey-Gefängnis haben meine Kollegin und mich wegen der schrecklichen Situation im Gefängnis und der Angst unter den Insassen, aufgrund des Coronavirus, kontaktiert. Wir möchten, dass die Behörden eine allgemeine Anordnung erlassen, damit diese Gefangenen vorübergehend freigelassen werden können”, sagte er.

Im Iran wurden mindestens 77.995 Corona-Fälle gemeldet. Wie es Sahar Tabar derzeit geht, ist nicht bekannt.


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