Kartoffeln vs. Süßkartoffeln im Vergleich: Welche Sorte ist wirklich gesünder?

Kartoffeln vs. Süßkartoffeln im Vergleich: Welche Sorte ist wirklich gesünder?

05/10/2022

In den letzten Jahren ist die Süßkartoffel selbst bei uns Deutschen auf dem besten Weg, der guten alten Kartoffel den Rang abzulaufen. Süßkartoffel aus dem Ofen, Süßkartoffel-Pommes, Süßkartoffelmus – so ziemlich alles, was man aus Kartoffeln zaubern kann, bereiten wir inzwischen auch aus Süßkartoffeln zu.

Aber wie sieht es eigentlich mit der Gesundheitsbilanz der beiden Sorten aus? Ist die Kartoffel oder die Süßkartoffel gesünder? Wir sind dieser Frage mal im Detail nachgegangen.

Wo ist der Unterschied zwischen der Kartoffel und der Süßkartoffel?

Schauen wir uns erst mal an, was die beiden Knollen gemeinsam haben. Abgesehen vom Namen und den Zubereitungsarten in der Küche ist das nämlich nicht viel. Denn die Kartoffel ist ein Nachtschattengewächs, das unter anderem hier in Deutschland angebaut wird. Süßkartoffeln dagegen sind Windengewächse, die aus wärmeren Gefilden, meist aus Südamerika oder Israel, importiert werden.

Die Süßkartoffel schmeckt – wie der Name bereits vermuten lässt – etwas süßlicher als die klassische Kartoffel. Achtung: Die Süßkartoffel können Sie auch roh verzehren und ihre Blätter ähnlich wie Spinat verwenden. Die Kartoffel dagegen sollten Sie nur gegart essen, weil sie sonst giftig sein kann.

Kartoffel und Süßkartoffel im Vergleich: Welche ist gesünder?

Kartoffel: Weniger Kalorien + Kohlenhydrate

Die Süßkartoffel hat eine höhere Energiedichte als die Kartoffel: Erstere enthält etwa 86 Kalorien pro 100 Gramm, während die gute alte Kartoffel mit 71 Kalorien zu Buche schlägt. Außerdem enthält die Kartoffel sogenannte resistente Stärke, die beim Abkühlen entsteht und zu Ballaststoffen wird. Das heißt, die enthaltenen Kalorien können zu einem Teil nicht vom Körper abgebaut werden – so liefern sie letztlich weniger Kalorien.

Die Süßkartoffel hat auch mehr Kohlenhydrate als die Kartoffel: Hier stehen 20 Gramm auf 100 Gramm bei der süßeren Variante etwa 15 Gramm auf 100 Gramm bei der klassischen Kartoffel gegenüber. Davon sind vier Gramm Zucker bei der Süßkartoffel, bei der Kartoffel nur etwa ein Gramm.

Süßkartoffel: Höhere Nährstoffdichte sorgt für ein gutes Immunsystem und schützt die Zellen

Was den Proteingehalt und die Fette angeht, unterscheiden sich beide Knollen nicht so stark. Anders sieht es bei den Mikronährstoffen aus: Bei Kalzium, Kalium, Folsäure und Phosphor ist die Süßkartoffel klare Gewinnerin – sie enthält deutlich mehr dieser wichtigen Stoffe und trägt so zu gesunden Knochen und der Herzgesundheit bei.

Auch die intensivere Farbe der Süßkartoffel hat tatsächlich eine positive Wirkung auf die Gesundheit. Denn die stammt aus dem sekundären Pflanzenstoff Beta-Carotin, der zu den Antioxidantien gehört. Damit können Süßkartoffeln dabei helfen, unsere Zellen vor schädlichen freien Radikalen aus Umwelteinflüssen und Co. zu schützen und so unser Immunsystem zu stärken. Außerdem ist Beta-Carotin eine Vorstufe von Vitamin A, das etwa eine wichtige Rolle bei der Augengesundheit spielt.

In der gesunden Schale der Süßkartoffel steckt auch der Stoff Caiapo, der Studien zufolge vor allem bei Diabetes den Blutzuckerspiegel und den Cholesterinspiegel senken kann.

Vitamin E steckt sogar rund 90-mal mehr in einer Süßkartoffel als in der klassischen Kartoffel – es hilft außerdem beim Zellschutz und hat einen Anti-Aging-Effekt. Auch der Vitamin-C-Gehalt der exotischen Knolle ist doppelt so hoch wie bei dem Nachtschattengewächs. Noch ein Boost für die Immunabwehr!

Etwas weiter vorne liegt die Kartoffel praktisch nur beim Eisen und Magnesium. Besonders für Sportler:innen sind das Spurenelement und der Mineralstoff wichtig. Allerdings ist der Vorsprung zur Süßkartoffel hier relativ gering.

Kartoffel vs. Süßkartoffel: Welche gewinnt nun?

Beide Sorten sind für eine gesunde Ernährung geeignet. Während die klassische Kartoffel in Sachen Kalorien und Kohlenhydrate beziehungsweise Zucker besser abschneidet, enthält die Süßkartoffel deutlich höhere Mengen vieler gesunder Nährstoffe. Wer beide Sorten mag, wechselt also am besten beim Kochen ab!

Verwendete Quellen: eatsmarter.de, fitbook.de

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