Kunststoff ist wichtiger Wertstoff

Kunststoff ist wichtiger Wertstoff

09/17/2021

Das Thema Müll wird heiß ­diskutiert. Mit der steigendenWeltbevölkerung haben auch Wohlstand und Konsum zu­genommen.

Die infrastrukturellen Kapazitäten bei der Sammlung vonAbfällen sind jedoch nicht in diesem Maße mitgewachsen. Besonders im Fokus beider Müllproblematik: Kunststoff. Er stammt zum Großteil aus Ländern, in denenes keine funktionierenden Abfallsammelsysteme gibt. Sofort wird angesichts derBilder von Plastikmüll im Meer gefordert, keinen Kunststoff mehr zu verwenden.Sinnvoll ist das nicht, denn es lenkt einerseits vom gesamten Müllproblem ab,zum anderen ist Kunststoff ein Verpackungswerkstoff, der einen ­sicheren,leistbaren und nachhaltigen Lebensstandard für Milliarden von Menschen gewährleistet.

Kreislaufwirtschaft

Der Verpackungshersteller ­ALPLA setzt sich seit vielenJahren dafür ein, dass Kunststoffverpackungen im Kreislauf bleiben und nicht indie Natur gelangen. Chairman Günther Lehner dazu: „Wir sind uns unserer derVerantwortung für die Umwelt und nachkommende Generationen bewusst und wollenden Weg zu einer effizienten Kreislaufwirtschaft in der Verpackungsindustrieaktiv gestalten.“ Das ist auch deshalb sinnvoll, weil Verpackungen ausKunststoff aufgrund ihres geringen Gewichts und bei der Herstellung imVergleich zu den Alternativen aus Glas oder Metall meist die bessere CO2-Bilanzhaben. Aus diesem Grund unterstützt ALPLA Projekte und Organisationen auf derganzen Welt, die dazu ­beitragen, dass Kunststoff­verpackungen effizientwiederverwendet und als Wertstoff gesehen werden.

Rückgabesystem

Ein Beispiel ist die Kooperation mit Koinpack. DasUnternehmen betreibt ein Pfand­rückgabesystem in Indonesien, einem der Länder,die am meisten zur Verschmutzung der Meere durch Abfall beitragen. Ziel ist es,eine wiederverwendbare Alternative zu den auf vielen asiatischenKonsumgütermärkten sehr beliebten, kleinformatigen Kunststoffverpackungen inTaschen- oder Beutelform (Sachets) anzubieten. Aufgrund des geringen Gewichts,der großen, spezifischen Oberfläche und des geringen Material­werts neigendiese Sachets dazu, aus den Abfallströmen zu entweichen und in die Umwelt zugelangen. Im Falle eines Inselstaates wie Indonesien ist das schlussendlich oftdas Meer. ALPLA unterstützt Koinpack vor allem auf der Verpackungsseite undliefert 100-ml-PET-Mehrwegflaschen samt Verschluss. Das Projekt befindet sichderzeit noch in der Pilotphase. Aber alleine die Tatsache, dass in Südost­asienjährlich 430 Milliarden Sachets verbraucht werden, zeigt die potenzielleReichweite. Zwei Konsumgüterunternehmen haben sich dazu entschieden, bereits inder Pilotphase Koinpack-Partner zu werden.

Schutz der Ozeane

Ein anderes Projekt, das von ALPLA gefördert wird, ist dieNon-Profit-Organisation The SeaCleaners. Diese hat es sich zur Aufgabe gemacht,Kunststoffmüll aus dem Meer zu sammeln und die Abfälle in wertvolle Ressourcenumzuwandeln. Das Konzept sieht vor, dass unter anderem einzigartigeFabrikschiffe mit riesigen Netzen genutzt werden. Deren Aufgabe es ist, großeMengen an Kunststoff in Gebieten mit hoher Konzentration wie Flussmündungen undentlang der Küsten zu sammeln und noch auf dem Boot energetisch zu verwerten.Der Abfall, der nicht in Strom umgewandelt werden kann, wird bei Zwischenstoppslokalen Abfallbehandlungs- oder Recyclingeinheiten übergeben. So sollen proSchiff bis zu 10.000 Tonnen Abfall pro Jahr gesammelt werden. Auch hier istgeplant, die ersten Missionen in Südostasien durch­zuführen.

Infos: www.alpla.com

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