RKI stuft mehr als 20 Länder als Corona-Hochrisikogebiete ein

RKI stuft mehr als 20 Länder als Corona-Hochrisikogebiete ein

01/22/2021

Neue Regeln für Länder mitbesonders hohen Corona-Infektionszahlen

Wegen besonders hoher Corona-Infektionszahlen hat die Bundesregierung ab Sonntag erstmals mehr als 20 Länder als Hochrisikogebiete eingestuft. Die Änderung ist ab Sonntag, dem 24. Januar 2021 wirksam. Für Reisende gelten ab dann verschärfte Einreiseregeln.

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RKI führt neue Kategorie für Risikogebiete ein

Bisher hatte die Bundesregierung nur zwischen Gebieten mit besonders ansteckenden Virusvarianten und “normalen” Risikogebieten unterschieden. Jetzt gibt es drei Kategorien:

  1. “Normale” Risikogebiete: Das sind Länder oder Regionen über einem Grenzwert (auch Inzidenzwert genannt) von 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Das gilt derzeit für fast ganz Europa mit Ausnahme einzelner Gebiete in Griechenland, Finnland, Norwegen, Österreich und Dänemark. Weltweit sind weit mehr als 100 Länder Risikogebiete.
  2. Hochinzidenzgebiete: Das sind Länder mit deutlich höheren Infektionszahlen als in Deutschland. Dazu zählen in der Regel die Länder mit einem Inzidenzwert über 200 (Inzidenz in Deutschland: 115). Es können aber auch weitere Länder unter dieser Marke unter bestimmten Bedingungen zu “Hochinzidenzgebieten” erklärt werden.
  3. Virusvarianten-Gebiete: Das sind Gebiete, in denen hochansteckende Varianten des Coronavirus aufgetreten sind. Bisher fallen Großbritannien, Irland, Südafrika und Brasilien in diese Kategorie.

RKI-Liste der Hochinzidenzgebiete

Wie das Robert Koch-Institut am Freitag auf seiner Internetseite mitteilte, gelten die folgenden Staaten nun als Hochinzidenzgebiete:

  • Ägypten
  • Albanien
  • Andorra (Fürstentum Andorra)
  • Bolivien
  • Bosnien und Herzegowina
  • Estland
  • Iran
  • Israel
  • Kolumbien
  • Kosovo
  • Lettland
  • Libanon
  • Litauen
  • Mexiko
  • Montenegro
  • Nordmazedonien
  • Palästinensische Gebiete
  • Panama
  • Portugal
  • Serbien
  • Slowenien
  • Spanien
  • Tschechien
  • USA
  • Vereinigte Arabische Emirate

Das gilt jetzt für Reisende aus Hochinzidenz- und Virusvarianten-Gebieten

Reisende aus “normalen” Risikogebieten müssen sich spätestens 48 Stunden nach Einreise in Deutschland auf Corona testen lassen. Zudem müssen sie zehn Tage in Quarantäne, können sich davon allerdings durch einen zweiten negativen Test ab Tag fünf vorzeitig befreien lassen. Der Unterschied bei den Hochinzidenz- und Virusvarianten-Gebieten: Der Test muss bereits höchstens 48 Stunden vor Einreise erfolgen. Außerdem können die Ausnahmeregeln für die Quarantäne eingeschränkt werden. Das ist aber Sache der einzelnen Bundesländer.

Quelle: dpa

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