Wer früh anfängt, hat später mehr

Wer früh anfängt, hat später mehr

11/22/2021

Für denVermögensaufbau sollte man den allerstärksten Verbündeten wählen: die Zeit. DerBerufseinstieg ist deshalb ideal, um die Weichen fürs finanzielle Leben zustellen. Mit einer ganzheitlichen Strategie kommt man dabei auch bei schmalerBörse sehr weit.

Junge Erwachsene haben sehr konkreteVorstellungen, wie ihr Job der Zukunft aussehen soll: Individualität und dieMöglichkeit, Neues auszuprobieren, stehen dabei ganz oben auf der Wunschliste.Viele streben aber weniger die große Karriere an, sondern vor allem eineBalance zwischen Beruf und Freizeit.

Genaue Planung ist wichtig

„Die Generation der heute 20- bis 35-Jährigen istbesser ausgebildet und flexibler denn je. Der ‚Job fürs Leben‘ hat längstausgedient“, so Martin Jäger, Sprecher der Vorarlberger Sparkassen. Währendsich frühere Generationen erst mit Mitte dreißig den Kopf über ihreZukunftsvorsorge zerbrechen mussten, muss aber die finanzielle Vorsorge imNiedrigzinsumfeld frühzeitig beginnen. Jäger: „Beim ersten selbstverdientenGeld denken leider die Wenigsten daran, wie sie in 50 oder 60 Jahren lebenwerden. Aber wer gleich startet, hat genügend Zeit, nach und nach Wohlstandaufzubauen und finanziell unabhängig zu werden.“

Beim Berufseinstigist das Budget oft knapp. Eine genaue Planung in Form einer Haushaltsrechnungund die laufende Kontrolle des Kontostands machen deshalb großen Sinn. WerBanking-Apps für sich nutzt, hat auch unterwegs Übersicht. So entsteht ein sehrgenaues Bild über das eigene Ausgabeverhalten sowie die Basis zur umfassendenFinanzplanung: Wie viel Fixkosten fallen an? Was bleibt frei zur Verfügung?„Idealerweise sollten 80 bis 100 Prozent des Restbetrages gleich in dieZukunftsvorsorge investiert werden“, rät der Sprecher der VorarlbergerSparkassen.

Kurzfristig flüssig

Weil das Leben voller Überraschungen steckt,braucht man zuallererst eine kurzfristig verfügbare Reserve als Basislager.„Mit drei Netto-Monatseinkommen am Sparbuch oder auf der Sparkarte könnengrößere Ausgaben des täglichen Lebens auch ohne Kontoüberziehung und Kreditfinanziert werden“, empfiehlt Jäger weiters: „Verlassen Sie sich dabei abernicht darauf, dass am Ende des Monats schon etwas übrigbleiben wird. Vielweiter kommen Sie mit der Abbuchung eines Fixbetrages nach Gehaltseingang.“

Mit etwasgrößerer Risikobereitschaft und einem verfügbaren Sparbetrag von 50 Euro proMonat aufwärts könnte auch ein Fondssparplan sehr interessant sein. Hiererwirbt man in regel­mäßigen Abstand Anteile an einem oder mehreren Investmentfondsnach individueller Wahl. Aktuell stehen besonders nachhaltig ausgerichteteInvestmentfonds im Mittelpunkt des Interesses, denn da arbeitet das Geld auchnoch für eine bessere Umwelt und Gesellschaft. Die Einzahlungshöhe kann beimFondsplan jederzeit nach oben oder unten angepasst oder gänzlich ausgesetztwerden – ohne Bindungsdauer. Der Sprecher der Vorarlberger Sparkassen: „Hiersind die Jüngeren eindeutig im Vorteil. Bei einem längeren Veranlagungshorizontgleichen sich die Kursschwankungen immer mehr aus, sodass ein günstigerMischkurs und damit besserer Ertrag erzielt werden kann.“

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