Live-Spektakel in New York: Große Lady Gaga-Show mit Maske

Live-Spektakel in New York: Große Lady Gaga-Show mit Maske

08/31/2020

Als erste große US-Live-Gala seit Beginn der Corona-Pandemie lieferten die MTV VMAs ein starbesetztes Feuerwerk ab, im Freien, mit Abstand und Masken. Ein Star aber stahl allen anderen die Show.

Gaga gewann in der Kategorie “Künstler*in des Jahres” und bekam den eigens für sie geschaffenen “Tricon Award”, der neben ihrem künstlerischen Schaffen auch ihren Einsatz als Aktivistin ehrt. Die Sängerin sei jemand, “der uns alle inspiriert und ermächtigt”, sagte das Model Bella Hadid, die Gaga den “Tricon Award” überreichte.

“Weiß, dass es eine Renaissance geben wird”

“Das bedeutet mir mehr, als ihr wahrscheinlich wahrnehmt”, sagte Gaga. “Es war kein einfaches Jahr für viele Menschen, aber ich sehe in der Welt einen großen Triumph des Mutes. Auch wenn wir gerade voneinander getrennt sind und die Kultur sich vielleicht nicht so dynamisch anfühlt – ich weiß, dass es eine Renaissance geben wird.”

Lady Gaga und ihre Auftritte an diesem Abend: Best Collaboration for “Rain On Me”, Artist of the Year, Song of the Year, und der Tricon Award (Quelle: Reuters)

Außerdem gewann Gaga gemeinsam mit Kollegin Ariana Grande drei Preise in der Form von Mondmenschen für den Song “Rain On Me” und das dazugehörige Video. Die beiden Sängerinnen traten auch gemeinsam auf – und zogen sogar dabei ihre Masken nicht aus. “Es fühlt sich an, als wären Ariana und ich seelenverwandt”, sagte Gaga. Mit je neun Nominierungen waren die beiden bereits als Top-Favoritinnen ins Rennen um die Auszeichnungen gegangen, die seit 1984 verliehen werden.

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New York hält das Mega-Event im Freien 

Das erste große Live-Spektakel mit Auftritten und Auszeichnungen in den USA seit Beginn der Coronavirus-Pandemie fand auf mehreren Outdoor-Bühnen in New York statt, unter anderem einer Aussichtsplattform hoch über Manhattan, von der aus zu Beginn der Musiker The Weeknd auftrat, und einem Autokino im Stadtteil Brooklyn. Teils waren vor den Bühnen nur wenige Zuschauer, teils wurde Jubel und Klatschen vom Band eingespielt.

Neue Preiskategorien wie “Bestes Musik-Video von Zuhause” (Ariana Grande und Justin Bieber: “Stuck with U”) und “beste Quarantäne Darbietung” (CNCO: “Unplugged At Home”) feierten Pandemie-Produktionen, außerdem wurde medizinisches Personal für seinen Einsatz geehrt. Die Verleihung der “VMAs”, normalerweise eher als Spaß-Veranstaltung zum Ende des Sommers angesehen, galt in diesem Jahr als eine Art Versuchsballon, nachdem viele ähnliche Veranstaltungen wegen der Pandemie abgesagt oder verschoben worden waren.

Riesiges Staraufgebot – trotz Coronavirus-Pandemie

Einige Stars blieben dem Spektakel lieber fern, andere, wie etwa Sängerin Taylor Swift oder die südkoreanische Boyband BTS, schickten Videobotschaften – und trotzdem war das Staraufgebot mit Abstandsgebot riesig: Unter anderem Miley Cyrus, Maluma, DaBaby, die Black Eyed Peas, Drew Barrymore, Nicole Richie, Kelly Clarkson und Doja Cat zeigten sich vor Ort in New York. In einem kurzen Einspielfilm wurde dem am Freitag im Alter von nur 43 Jahren an Krebs gestorbenen “Black Panther”-Schauspieler Chadwick Boseman gedacht.

“Wir dürfen Polizeibrutalität oder Unrecht nie akzeptieren”

Moderiert wurde die Gala von Keke Palmer. “Ich weiß nicht, ob ich die erste Wahl war, oder ob ich angesichts von Covid-19 die einzige war, die mutig genug ist”, witzelte die Schauspielerin. Aber sie machte auch direkt zu Beginn der Veranstaltung deutlich, dass diese noch von einer weiteren Krise dominiert werde: “Wir dürfen Polizeibrutalität oder Unrecht nie akzeptieren.”

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Nach dem Tod mehrerer Afroamerikaner bei brutalen Polizeieinsätzen demonstrieren in den USA seit Monaten Menschen gegen Rassismus und Polizeigewalt. So zeigte sich dann auch der Sänger The Weeknd so gar nicht in Feierstimmung, obwohl er zwei Preise bekam. “Es ist sehr schwer für mich, jetzt gerade zu feiern und diesen Moment zu genießen.” Die Black Eyed Peas beendeten die Gala mit zwei Songs – und den Abschlussworten: “Black Lives Matter.”

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