Barbara Schöneberger erntet Kritik vom Zentralrat Deutscher Sinti und Roma

Barbara Schöneberger erntet Kritik vom Zentralrat Deutscher Sinti und Roma

09/14/2020

In der vergangenen Woche moderierte Barbara Schöneberger den Deutschen Radiopreis. Für eine Aussage musste sie allerdings Kritik einstecken. Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma nannte einen ihrer Sprüche “beschämend und unwürdig”.

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Am Donnerstagabend (10. September) fand die Verleihung des Deutschen Radiopreises statt. Die elfte Ausgabe des Preises präsentierten Thorsten Schorn und Barbara Schöneberger. Die Moderatorin erntete für eine ihrer Aussagen harsche Kritik. “Zigeunersauce heißt jetzt: Sauce ohne festen Wohnsitz!”, sagte sie in ihrer Moderation.

Zentralrat Deutscher Sinti und Roma: “Herabwürdigend und tief verletzend”

Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma bezeichnete diesen Spruch “beschämend und unwürdig”. “Antiziganismus ist immer noch Alltag! Vor allem in den Medien”, twitterte der Zentralrat. “Für Barbara Schöneberger ein Witz, für Sinti und Roma herabwürdigend und tief verletzend.”

Kritik auf Twitter

Auch von Twitter-Usern hagelte es Kritik für Schöneberger. “Das ist über die Maßen peinlich und beschämend. Am Ende aber wird es heißen: war halt Satire”, kommentierte ein Nutzer.

“Das hat sie nicht WIRKLICH gesagt??!”, fragte eine andere Userin. Auch die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) meldete sich zu Wort: “Antiziganismus ist kein Witz, dieser Spruch von Barbara Schöneberger ist diskriminierend und beleidigend.”

“Was ist bloß in sie gefahren, dass sie so einen miesen rassistischen Möchtegern-Witz raushaut”, kritisierte ein anderer Twitter-Nutzer.

Barbara Schöneberger hat sich bisher nicht entschuldigt, der NDR gab jedoch eine Erklärung ab. “Frau Schöneberger hat einen Witz über die Bezeichnung einer Grillsauce gemacht. Sie wollte zeigen, wohin Empörung aufgrund angeblich mangelnder politischer Korrektheit und Reaktionen in sozialen Medien führt”, zitiert “watson.de” den Sender.

Gewinner beim Deutschen Radiopreis 2020

Der Radiopreis wurde 2020 in zehn Kategorien vergeben. Virologe Christian Drosten erhielt für den Podcast “Coronavirus Update” auf NDR Info den Sonderpreis des Beirats, der erstmals seit 2016 wieder verliehen wurde.

In der Kategorie “Beste Moderation” wurde Sinah Donhauser des NRW-Lokalsenders Radio Hochstift ausgezeichnet. In der neuen Kategorie “Beste Innovation am Morgen” gewannen Vince Schuster und Dennis Strobel von Energy Stuttgart. Aus vermeintlich langweiligen Lokalmeldungen zaubern die beiden Rapvideos.

Für den “Besten Podcast” wurden Bastian Berbner und Doreen Strasdas von NRD Info für “180 Grad: Geschichten gegen den Hass” geehrt. Philipp May vom Deutschlandfunk erhielt für “Informationen am Morgen” den Preis für das “Beste Interview”. Als “Bestes Nachrichten- und Informationsformat” wurde B5 aktuell vom Bayerischen Rundfunk ausgezeichnet. Die Musiksendung “Chelsea Hotel” auf egoFM bekam den Preis für die “Beste Sendung”. © 1&1 Mail & Media/spot on news

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