Darum wird Queen Elizabeth II. zwei Mal auf Schloss Windsor beigesetzt

Darum wird Queen Elizabeth II. zwei Mal auf Schloss Windsor beigesetzt

09/19/2022
  • Der Trauergottesdienst für Queen Elizabeth II. hat am Montagmittag in der Westminster Abbey stattgefunden.
  • Danach wurde der Sarg der Sarg der verstorbenen Königin zum Wellington Arch am Hyde Park gebracht und von dort mit dem Leichenwagen zum 35 Kilometer entfernten Schloss Windsor.
  • In der St.-George’s-Chapel findet die Monarchin ihre letzte Ruhestätte – der Ticker zum Nachlesen.

Live-Ticker zur Beisetzung der Queen zum Nachlesen

17:50 Uhr: Am Abend wird die Queen in einer privaten Zeremonie in der St.-George’s-Chapel beigesetzt; zuvor ist der Sarg bereits in die Königliche Gruft hinabgelassen worden. Damit verabschieden wir uns aus dem Live-Ticker zu Trauerfeier und Beisetzung von Elizabeth II.!

17:09 Uhr: Noch ein letztes Mal wird der Sarg von den acht Sargträgern, Coffin Bearers oder Pallbearers auf Englisch, aus dem Leichenwagen geholt. Hats off an diese Männer, die nicht nur Nerven, sondern auch Wirbelsäulen und Schultern aus Stahl haben müssen.

Darum wird die Queen zwei Mal beigesetzt

17:06 Uhr: Die Queen wird zwei Mal beigesetzt. Nach einem Gottesdienst am Nachmittag in der St.-Georges-Kapelle auf Schloss Windsor wird die Monarchin in der königlichen Gruft an die Seite ihres Ehemanns Prinz Philip gebettet. Dort bleibt ihr Sarg aber nur für kurze Zeit. Denn am Abend wird das Paar, das 73 Jahre lang verheiratet war, in einer privaten Zeremonie wieder umgebettet. Die letzte Ruhestätte finden Elizabeth und Philip in der kleinen King-George-VI.-Gedenkkapelle, einer Seitenkapelle. Dort liegen auch die Eltern der Queen, „Queen Mum“ und König George VI., sowie die Urne ihrer jüngeren Schwester Prinzessin Margaret, die auf eigenen Wunsch – entgegen der Tradition – kremiert wurde. Bei Philips Beisetzung am 17. April 2021 war bereits bekanntgeworden, dass sein Grab nur vorübergehend sein wird.

16:57 Uhr: Sandy und Muick, zwei der Corgis der Queen, sind ebenfalls auf Schloss Windsor.

16:52 Uhr: Im Innenhof des Schlosses warten König Charles III., Queen Consort Camilla sowie weitere Mitglieder der Königsfamilie, um sich dem Trauerzug anzuschließen. Ziel der Prozession war die St.-Georges-Kapelle auf dem Gelände des Schlosses. Nach einem Aussegnungsgottesdienst in der Kirche soll die Queen dort an der Seite ihres im vergangenen Jahres gestorbenen Prinzgemahls Philip heute Abend gegen 20:30 Uhr (MESZ) ihre letzte Ruhestätte finden.

16:48 Uhr: Auf der rechten Seite des Weges steht Emma, das Pferd der Queen. Laut BBC ist die Queen noch vor wenigen Monaten durch diesen Park geritten.

16:46 Uhr: Es sind die letzten Momente, in denen der Sarg von Queen Elizabeth II. zu sehen sein wird. Sobald sich die Tore von Windsor hinter ihr schließen, ist die Öffentlichkeit nicht mehr zulässig, heißt es bei der BBC.

Charles‘ letzte Worte an seine Mutter

16:18 Uhr: Der Kranz auf dem Sarg Elizabeth II. ist auf Wunsch ihres Sohnes König Charles III. zusammengestellt worden. Die Pflanzen stammen aus den Gärten ihrer Residenzen Buckingham-Palast und Schloss Windsor sowie von Charles‘ Landsitz Highgrove House. Dazu gehörten Rosmarin, das Gedenken symbolisiert. Die genutzte Myrte – Symbol für eine glückliche Ehe – wurde aus einer Pflanze geschnitten, die einst aus einem Myrtenzweig im Hochzeitsstrauß der Königin gezogen worden war. Ebenfalls enthalten waren Stieleiche als Zeichen für die Kraft der Liebe, Pelargonien, Gartenrosen, Hortensien, Sedum, Dahlien und Witwenblume.

Der Kranz war in Gold, Rosa und tiefem Burgunderrot sowie einem Hauch von Weiß gehalten – den Farben der königlichen Standarte. In den Kranz gesteckt war ein persönlicher Brief von König Charles III. an seine gestorbene Mutter. Darauf stand: „In liebevoller und treuer Erinnerung. Charles R.“ Das „R.“ steht für „Rex“, das lateinische Wort für „König!. Ebenfalls auf dem Sarg thronten die Staatskrone sowie Zepter und Reichsapfel.

16:13 Uhr: Der Sarg der Queen kommt jeden Moment in Windsor Castle an.

16:01 Uhr: US-Präsident Joe Biden und First Lady Jill reisen nach der Trauerfeier für die Queen in der Westminster Abbey wieder aus Großbritannien ab. Der US-Präsident und seine Ehefrau stiegen am Montagnachmittag auf dem Flughafen London-Stansted in Bidens Flugzeug Air Force One. Das Paar war am Samstag in London eingetroffen und hatte der Queen dort auch am aufgebahrten Sarg seinen Respekt erwiesen.

15:00 Uhr: Queen Elizabeth II. wird nun nach Windsor gebracht und dort in der St. George’s Chapel beigesetzt – neben ihren Eltern, ihrer Schwester und Prinz Philip, der im April 2021 gestorben war. „Time to go home“, „Zeit, nach Hause zu gehen“, twitterte die offizielle Seite für das Thronjubiläum der Queen im Juni 2022.

14:46 Uhr: „It is solemn, but not gloomey“, heißt es bei der BBC. „Es ist feierlich, aber nicht trübselig.“

14:42 Uhr: Zum ersten Mal sind von den Menschen, die die Queen auf ihrem letzten Weg von London nach Windsor begleiten und an der Straße stehen, Rufe zu hören. Keine Jubelrufe, wie im Juni bei ihrem Crown Jubilee. Wohl eher Abschiedsrufe, wenn man das so nennen möchte. Laut einer BBC-Kommentatorin sind die Menschen überwältigt davon, was sie in der britischen Hauptstadt gerade erlebt haben.

14:39 Uhr: „God Save the King“ ertönt noch einmal.

14:35 Uhr: Der Sarg ist am Wellington Arch am Hyde Park angekommen. Er wird dort ein letztes Mal von der Lafette genommen und zum Leichenwagen gebracht. Millimeter- und Präzisionsarbeit – der Sarg soll unglaublich schwer sein, weil er innen mit Blei ausgekleidet ist.

14:22 Uhr: In unterschiedlichen Modestilen in Schwarz nehmen Prinzessin Kate und Herzogin Meghan am Staatsbegräbnis teil. Kate (40) trägt ein langärmeliges Mantelkleid, einen Hut mit Schleiernetz über ihrem Gesicht sowie Perlenohrringe. Dazu hat sie eine dreireihige japanische Perlenhalskette von Königin Elizabeth II. angelegt, die sie nach Angaben der britischen Nachrichtenagentur PA auch schon 2021 zur Beerdigung von Prinz Philip trug. Herzogin Meghan (41) trägt ein Kleid mit Cape, darunter nackte Arme, sowie einen ausladenden Hut und Perlenohrringe.

14:17 Uhr: Kanonenschüsse wirken immer martialisch. Ob man nicht in Kriegszeiten hätte darauf verzichten können?

14:15 Uhr: Viele Musikstücke für das Staatsbegräbnis sind wegen ihrer Bedeutung für die gestorbene Queen sowie die Westminster Abbey ausgewählt worden. Zu den Hymnen zählte „The Lord’s My Shepherd“ (Der Herr ist mein Hirte), die bereits bei Elizabeths Hochzeit mit Prinz Philip 1947 in derselben Kirche gespielt worden war. Das Lied „O Taste and See“ wurde von Ralph Vaughan Williams für die Krönungszeremonie der Queen 1953 geschrieben, die ebenfalls in der Westminster Abbey stattfand. Williams‘ Asche ist in der berühmten Abtei beigesetzt. Die Hymne „Love Divine, All Loves Exceeding“ war bei der Hochzeit von Queen-Enkel Prinz William mit Prinzessin Kate 2011 gesungen worden.

Queen Elizabeth kommt ein letztes Mal am Buckingham Palace vorbei

14:06 Uhr: Queen Elizabeth II. kommt zum letzten Mal am Buckingham Palace vorbei, sagt der BBC-Kommentator.

13:56 Uhr: Der Trauerzug wird übrigens von Glockenschlägen des Wahrzeichens Big Ben und Kanonenschüssen begleitet.

13:51 Uhr: Gegen 14 Uhr soll der Trauerzug an der Wellington Arch ankommen. Von dort wird der Sarg mit dem Leichenwagen zum 35 Kilometer entfernten Schloss Windsor gebracht. Dort findet nach einem Gottesdienst mit 800 Gästen am Abend die Beisetzung im Kreis der königlichen Familie statt.

13:39 Uhr: 142 Marinesoldaten und Angehörige der Household Cavalry ziehen den Sarg auf einer Lafette. Auf dieser wurde auch schon der Sarg von Queen Victoria 121 Jahren durch London gefahren. Auf dem Sarg liegt die königlichen Standarte mit Krone, Reichsapfel und Zepter sowie dem Blumenschmuck.

13:34 Uhr: Charlotte, George, Herzogin Kate und Camilla Queen Consort fahren dem Trauerzug hinterher. Nur der jüngste Sohn von Kate und Prinz William, Prinz Louis, ist nicht dabei. Er ist auch erst vier Jahre alt.

13:33 Uhr: Im Juni 2022 war London schon einmal im Ausnahmezustand, da feierte die Queen noch ihr 70. Thronjubiläum. All das für eine einzige Person.

13:25 Uhr: Vor dem Beginn des Staatsbegräbnisses hat die Glocke der Westminster Abbey 96 Minuten lang einmal pro Minute geläutet. Damit soll jedes Lebensjahres der vor eineinhalb Wochen gestorbenen Monarchin gedacht werden. „Die Tenorglocke ist die größte der zehn Glocken der Abbey und wird traditionell nach dem Tod eines Mitglieds der königlichen Familie geläutet“, hieß es auf dem Twitter-Account der Westminster Abbey.

Karte auf dem Sarg ist von König Charles III. geschrieben

13:12 Uhr: Die Karte, die in den Blumen auf dem Sarg steckt, ist von König Charles geschrieben worden, wie ein britischer Journalist twitterte. „In loving and devoted memory. Charles R“, auf Deutsch: „In liebevoller und treuer Erinnerung. Charles R.“ „Charles R“ steht für „Charles Rex“, wobei „Rex“ lateinisch ist für König. Elizabeth II. hatte ebenfalls stets mit „Elizabeth R“ unterschrieben – bei ihr stand das „R“ für „Regina“, das lateinische Wort für Königin.

13:11 Uhr: Abschluss der rund einstündigen Zeremonie in der Westminster Abbey bildeten neben einem zweiminütigen Schweigen und dem Signal „The Last Post“, die Nationalhymne und das Stück „Sleep, dearie, sleep“, das vom Dudelsackpfeifer der Queen vorgetragen wurde.

13:08 Uhr: Die acht Träger haben den Sarg erneut geschultert, nun geht es wieder nach draußen. Als Nächstes wird der Sarg in einer einer Prozession zum Wellington Arch gebracht, wo er um 14 Uhr ankommen soll.

13:01 Uhr: Die Westminster Abbey singt „God Save the King“. Nur einer singt nicht mit: King Charles III. selbst. Er scheint Tränen in den Augen zu haben, wirkt sichtlich ergriffen. Davor gab es zwei Schweigeminuten, die nicht nur in der Kirche galten, sondern im gesamten United Kingdom.

12:46 Uhr: Prinz Andrew und Prinz Harry sind nicht in Uniform zum Staatsbegräbnis für die Queen gekommen – das war aber schon vorher klar. Dabei waren beide im Militäreinsatz, Andrew im Falklandkrieg und Harry in Afghanistan. Allerdings sind sie keine aktiven Mitglieder der Royal Family mehr: Queen-Sohn Andrew wegen seiner Verwicklung in den Missbrauchsskandal um Jeffrey Epstein, und Enkel Harry hatte seine royalen Pflichten freiwillig aufgegeben. Beide Männer trugen am Montag ihre Medaillen und Cutaway, den Anzug für solche Anlässe. Bei der Totenwache in der Westminster Hall waren beide zuvor ausnahmsweise in Uniform erschienen.

Hyde Park voll besetzt

12:41 Uhr: In der Westminster Abbey sind nur etwa 2.000 geladene Gäste zugelassen. Die Meisten, die sich in London von der Königin verabschieden wollen, müssen auf Alternativen zurückgreifen – zum Beispiel die riesigen Leinwände im Hyde Park, auf denen die Trauermesse live übertragen wird.

12:31 Uhr: „We will meet again“: Mit diesem Satz zitiert der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, die Queen selbst, die diesen Satz zu Beginn der Corona-Pandemie gesagt hatte – „Wir werden uns alle wieder treffen“.

12:25 Uhr: Der Sarg wurde Berichten zufolge bereits vor 30 Jahren hergestellt. Er ist aus britischer Eiche und von innen mit Blei ausgekleidet und deshalb extrem schwer, wie mehrere britische Medien berichteten. Die Auskleidung mit Blei sei eine royale Tradition, weil dadurch verhindert werde, dass Feuchtigkeit eindringt – und der Leichnam so länger konserviert wird.

Trauerfeier für die Queen: Prinz George und Prinzessin Charlotte im Trauerzug

12:07 Uhr: In der Westminster Abbey wurde die Queen gekrönt und hat geheiratet. So leitet der Dekan von Westminster, David Hoyle, den Gottesdienst ein. Er würdigte ihren „selbstlosen Dienst“. „Hier, wo Queen Elizabeth heiratete und gekrönt wurde, haben wir uns aus dem ganzen Land und dem Commonwealth und allen Ländern der Welt versammelt, um unseren Verlust zu betrauern und ihrem langen, selbstlosen Leben im Dienst zu gedenken (…)“, sagte Hoyle.

12:06 Uhr: Herzogin Kate und Herzogin Meghan sind an den Seiten ihrer Ehemänner.

12:03 Uhr: Prinz George und Prinzessin Charlotte sind Teil des Trauerzugs. Charlotte schaute viel zu Boden und trug einen schwarzen Hut mit Schleife über ihrem langen blonden Haar und einen Mantel, sie hielt ihre Hände vor sich gefaltet. George trug einen dunkelblauen Anzug mit weißem Hemd und Krawatte und hielt seine Arme an seiner Seite und schaute meist geradeaus.

11:56 Uhr: Die Krone liegt nach wie vor auf dem Sarg der Queen – hoffentlich ausreichend befestigt. Der Sarg wird nun von acht Sargträgern sehr langsam in die Kirche getragen.

11:53 Uhr: Auf dem Weg zum Staatsbegräbnis ist König Charles III. mit Beifall empfangen worden. Tausende Menschen entlang der Strecke des Trauerzugs applaudierten der Kolonne mit der Staatslimousine an der Spitze auf dem Weg durch London.

11:50 Uhr: Der heutige Montag ist im Vereinigten Königreich ein Feiertag, die wenigsten werden arbeiten, Geschäfte haben größtenteils geschlossen, ins Kino oder ins Theater kann man ebenfalls nicht gehen. Daher kann man also sicher behaupten: Das ganze Land ist auf den Beinen, um sich von seiner Queen zu verabschieden.

11:42 Uhr: Der Sarg der Queen wird nun in die Kirche gebracht. Die vier Kinder der Königin sowie Prinz William und Prinz Harry gehen hinter dem Sarg her. Begleitet wird der Zug von Dudelsack-Musik – die verstorbene Monarchin liebte diese Musik.

11:39 Uhr: Auch Herzogin Kate und Prinz George und Prinzessin Charlotte sind nun da.

11:35 Uhr: König Charles und Prinz William sind soeben an der Westminster Abbey angekommen.

Staatsbegräbnis der Queen: Der zeitliche Ablauf zur Beisetzung von Elizabeth II.

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Zeitplan der Trauerfeier von Queen Elizabeth II. am 19. September

  • 07:30 Uhr (MESZ): Ende der öffentlichen Aufbahrung
  • 11:44 Uhr: Der Sarg wird am Morgen in einer Prozession vom Parlament zur Westminster Abbey überführt und kommt gegen 11:44 Uhr an der Abbey an
  • 12:00 Uhr: Beginn der Trauerfeier in der Westminster Abbey
  • 13:00 Uhr: Nach dem Gottesdienst wird der Sarg in einer Prozession zum Wellington Arch gebracht
  • 14:00 Uhr: Ankunft am Wellington Arch: Mit dem königlichen Leichenwagen wird der Sarg der Königin nach Windsor gebracht
  • 16:10 Uhr: Prozession über den Long Walk zur St.-Georges-Kapelle auf dem Gelände von Windsor
  • 16:40 Uhr: Im Innenhof des Schlosses schließen sich die Royals dem Trauerzug an
  • 17:00 Uhr: Aussegnungsgottesdienst in der St.-Georges-Kapelle
  • 20:30 Uhr: private Beisetzung in der König-George-VI.-Seitenkapelle

Abschied von Uroma: Auch George und Charlotte sind bei Staatsbegräbnis dabei

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Lesen Sie hier die weiteren Meldungen vom 19. September zum Tod von Queen Elizabeth II.

George und Charlotte sind beim Staatsbegräbnis dabei

  • 11:09 Uhr:

Auch Prinz George (9) und Prinzessin Charlotte (7) sind beim Staatsbegräbnis ihrer Großmutter mit dabei: Sie werden hinter dem Sarg hergehen.

Das ist die prominente Gästeliste bei Beerdigung von Queen Elizabeth II.

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Wüstenbussard Rufus kämpft gegen Tauben in der Westminster Abbey

  • 10:58 Uhr:

Bei der Vorbereitung des Staatsbegräbnisses für Queen Elizabeth II. ist auch ein Greifvogel im Einsatz. Wüstenbussard Rufus soll dafür sorgen, dass die Anzahl der Tauben rund um die berühmte Abtei in London nicht überhand nimmt. Der 15-jährige Vogel ist bereits seit vielen Jahren aktiv. „Wir haben proaktiv gearbeitet“, sagte Falkner Wayne Davis am Montag. „Ich war im Dachstuhl, um die Tauben zu kontrollieren.“ (dpa)

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Erste Trauergäste kommen in Westminster Abbey an – Zuschauerbereiche schon voll

  • 10:42 Uhr:

In der Londoner Westminster Abbey hat der Einlass für die rund 2.000 Gäste der Trauerfeier für die britische Königin Elizabeth II. begonnen. Zahlreiche meist schwarz gekleidete Menschen strömten am Montagvormittag in das gotische Gotteshaus im Zentrum der britischen Hauptstadt. Der Gottesdienst zum Staatsbegräbnis der Queen beginnt um 11.00 Uhr Ortszeit (12.00 Uhr MESZ).

Zu den Trauergästen in der Westminster Abbey zählen neben den Mitgliedern der britischen Königsfamilie zahlreiche andere gekrönte Häupter wie Japans Kaiser Naruhito und die dänische Königin Margrethe. Außerdem reisten zahlreiche Staats- und Regierungschefs an, darunter US-Präsident Joe Biden und die Premierminister von Kanada, Australien und Neuseeland, Justin Trudeau, Anthony Albanese und Jacinda Ardern. Deutschland wird von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vertreten. Er bezeichnete das Staatsbegräbnis der Queen am Sonntag im ZDF als „Jahrhundertereignis“.

Die Anteilnahme am Staatsbegräbnis für Queen Elizabeth II. in London ist indes gewaltig. Entlang der Strecke, auf der der Sarg der Königin von der Westminster Abbey zum Wellington Arch geleitet werden soll, gebe es keine Plätze mehr, teilte das Rathaus am Montag in der britischen Hauptstadt mit. „Für Neuankömmlinge gibt es keinen Einlass. Bitte folgen Sie den Anweisungen von Ordnern und Polizei.“

Wer doch noch ankomme, solle den ausgewiesenen Wegen zum Hyde Park folgen und die Zeremonie von dort verfolgen. Dort sind große Leinwände aufgestellt. Das Staatsbegräbnis sollte um 12.00 Uhr (MESZ) beginnen. (AFP/dpa)

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Polizei: Queen-Begräbnis größter Einsatz der britischen Geschichte

  • 10:31 Uhr:

Für die britische Polizei ist das Staatsbegräbnis von Queen Elizabeth II. nach eigenen Angaben der größte Einsatz ihrer Geschichte. Nichts sei mit der enorm komplexen Aufgabe zu vergleichen, sagte Deputy Assistant Commissioner Stuart Cundy von der Londoner Metropolitan Police am Montag. Das Ausmaß übertreffe sowohl das Platinjubiläum der Queen im Juni als auch die Olympischen Sommerspiele 2012, bei denen 10.000 Polizisten im Einsatz waren. Zugleich sei der Staatsakt mit Hunderten Monarchen, Staats- und Regierungschefs sowie anderen ranghohen Persönlichkeiten die größte Bewachungsoperation, die die Met zu bewältigen hatte.

Als größte Gefahr gelten nach Ansicht von Sicherheitsexperten derzeit Einzeltäter, die vor allem Messerattacken verüben. Die Sicherheitskräfte seien aber auch auf alle anderen möglichen Anschläge vorbereitet. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, verdächtige Personen in der Menge zu melden. Als riskant gilt vor allem, dass der engste Kreis der Königsfamilie über weite Strecken dem Sarg der Queen zu Fuß durch London folgt.

Mehr als 3.000 Polizisten aus anderen Landesteilen wurden zur Verstärkung nach London geschickt. In den Straßen der britischen Hauptstadt patrouillierten Polizisten zu Pferde, auf Motorrädern und mit Hunden. Zum Schutz der Prozession gingen Scharfschützen auf Dächern entlang der Route in Stellung. Etliche Straßen sowie mehrere U-Bahn-Stationen waren gesperrt. Einige Bereiche konnten nur mit speziellen Ausweisen betreten werden.

Insgesamt sollten 2.300 Polizisten allein die Strecke des Sargs vom Staatsbegräbnis in der Westminster Abbey in London bis Schloss Windsor schützen, wo am Abend die private Beisetzung geplant war. Auch in Windsor waren mehr als 2000 Beamte im Einsatz. (dpa)

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Früherer Erzbischof von York verrät: Das wünschte sich die Queen für ihre Trauerfeier

  • 10:01 Uhr:

Der britische König Charles III. hat sich für die große Anteilnahme nach dem Tod von Queen Elizabeth II. bedankt. „Wir waren über alle Maßen gerührt von allen, die sich die Mühe gemacht haben, zu kommen und dem lebenslangen Dienst meiner lieben Mutter, der verstorbenen Königin, die letzte Ehre zu erweisen“, erklärte der König am Sonntag.

„Während wir uns alle auf das letzte Lebewohl vorbereiten, will ich diese Gelegenheit nutzen und all den unzähligen Menschen danken, die meiner Familie und mir in dieser Zeit der Trauer eine solche Unterstützung und Trost waren“, erklärte Charles einen Tag vor dem Staatsbegräbnis der Queen. Er und seine Frau Camilla seien von den Beileidsbekundungen und der Unterstützung aus Großbritannien und der ganzen Welt „tief berührt“.

Zur Trauerfeier werden mehr als 2.000 Amts- und Würdenträger aus aller Welt erwartet. Dass die Queen Humor hatte, beweist sie auch noch nach ihrem Tod: Sie habe sich nämlich eine „nicht langweilige“ Trauerfeier gewünscht, die zu Herzen gehe, verriet der frühere Erzbischof von York, John Sentamu, der BBC.

Zuvor hatten hochrangige Gäste aus der ganzen Welt Abschied von der Queen genommen und sich vor ihrem in Westminster Hall aufgebahrten Sarg verneigt. US-Präsident Joe Biden bekreuzigte sich, als er gemeinsam mit seiner Frau Jill von einer Empore auf den Sarg der Queen blickte. Er fühle mit dem Volk des Vereinigten Königreichs, sagte Biden: „Sie hatten Glück, sie 70 Jahre lang gehabt zu haben. Die Welt ist eine bessere, weil es sie gab.“

Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Spaniens König Felipe und die sichtlich bewegte ukrainische Präsidenten-Ehefrau Olena Selenska erwiesen der Queen in Westminster Hall die Ehre. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kondolierte Charles III. bei einem Empfang im Londoner Buckingham-Palast.

Zuvor hatte Steinmeier im ZDF-„heute-journal“ auf die Einzigartigkeit des Staatsbegräbnisses für die verstorbene Königin Elizabeth II. am Montag in London hingewiesen. Das Staatsbegräbnis sei ein „Jahrhundertereignis“, sagte er und würdigte die Autorität der Queen, die diese „durch ihre Beständigkeit, ihre Erfahrung“ erlangt habe.

Rund um die Kathedrale kampierten am Sonntag bereits die ersten Neugierigen, um sich einen guten Platz zu sichern. Das Staatsbegräbnis für die Queen ist das erste in Großbritannien seit dem Tod des einstigen Premierministers Winston Churchill im Jahr 1965. Die Trauerfeierlichkeiten für die Königin finden unter massiven Sicherheitsvorkehrungen statt. (AFP)

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Persönlicher Dudelsackspieler der Queen beschließt Trauerfeier

  • 09:30 Uhr:

Der persönliche Dudelsackspieler von Elizabeth II. wird die Trauerfeier für die gestorbene Königin beschließen. Major Paul Burns werde das traditionelle Klagelied „Sleep, Dearie, Sleep“ spielen, während die Trauergemeinde aufstehe und der Sarg aus der Westminster Abbey gebracht werde, berichteten britische Medien am Montag.

Wie bereits ihre Mutter, die Queen Mum, liebte Elizabeth II. Dudelsack-Musik. Die Darbietung in der Westminster Abbey sei ihr ausdrücklicher Wunsch gewesen, hieß es. Die Königin hatte die Trauerfeierlichkeiten zu ihren Lebzeiten mitgeplant und einige persönliche Akzente gesetzt. (dpa)

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Vor Beisetzung der Queen: Zugverbindung nach Windsor gestört

  • 09:00 Uhr:

Stunden vor der Beisetzung von Queen Elizabeth II. in Windsor ist es in der Gegend zu Störungen im Zugverkehr gekommen. Verbindungen zwischen der Station Paddington und dem westlich von London gelegenen Slough waren wegen eines Oberleitungsschadens am Montagmorgen blockiert, wie eine dpa-Reporterin vor Ort berichtete. Die Störung dürfte viele Trauernde betreffen. Slough liegt in unmittelbarer Nähe zu Windsor. Nach Angaben der britischen Nachrichtenagentur PA ist auch der Weg vom Flughafen in die Londoner Innenstadt betroffen. (dpa)

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Unveröffentlichtes Foto der Queen verbreitet

  • 08:58 Uhr:

Kurz vor dem Staatsbegräbnis von Queen Elizabeth II. hat der Buckingham ein bisher unveröffentlichtes Porträt der verstorbenen Monarchin verbreitet. Es zeigt die Queen strahlend lächelnd in einem hellblauen Kleid. Das Foto wurde im Mai 2022 kurz vor dem Platin-Jubiläum der Queen aufgenommen. (spl/dpa)

Königin Elizabeth II. ist tot: So trauert die Welt um die Queen

Ausnahmezustand in London: Polizei steht vor nie dagewesener Herausforderung

  • 08:20 Uhr:

Vor dem Staatsbegräbnis für Königin Elizabeth II. herrscht am Montag in Großbritannien der Ausnahmezustand. Fast überall blieben Schulen und Universitäten sowie Geschäfte und Pubs geschlossen. Auf den Straßen Londons werden Hunderttausende Menschen erwartet, die einen Blick auf den Leichenzug erhaschen wollen. An der Trauerfeier in der Westminster Abbey (12:00 Uhr MESZ) nehmen Staats- und Regierungschefs, gekrönte Häupter und Würdenträger aus aller Welt teil. Polizei, Geheimdienste und Anti-Terror-Einheiten koordinieren die wohl größte Sicherheitsoperation, die London je erlebt hat.

Ein Polizeisprecher erklärte, die Aufgabe sei „enorm komplex“ und mit nichts in der Geschichte der Stadt vergleichbar – nicht einmal mit dem Platin-Jubiläum der Queen in diesem Juni oder den Olympischen Spielen im Jahr 2012. Unter anderem waren kilometerlange Barrieren, der Einsatz von Überwachungsdrohnen, Motorradeskorten und Pferde- und Hundestaffeln geplant. Mehr als 10.000 Polizisten sollen für Ordnung sorgen. Auf den Dächern werden Scharfschützen positioniert.

Zu den etwa 2000 Trauergästen in der Westminster Abbey gehören US-Präsident Joe Biden, Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der japanische Kaiser Naruhito mit ihren jeweiligen Partnerinnen. Auch der schwedische König Carl Gustaf und Königin Silvia sowie der spanische König Felipe und Königin Letizia zollten bereits am Sarg ihren Respekt.

Die BBC zitierte einen ausländischen Diplomaten mit den Worten: „Das ist das Begräbnis des Jahrhunderts“. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sprach von einem „Jahrhundertereignis“. „Man war es über 70 Jahre gewohnt, sich hinter dieser Königin zu versammeln, und jetzt spüren alle: Da fehlt etwas, und das fehlt eben nicht nur in Großbritannien und in London, sondern es fehlt weltweit“, sagte Steinmeier im ZDF-„heute journal“. (dpa)

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Öffentliche Aufbahrung von Queen Elizabeth II. geht zu Ende

  • 08:00 Uhr:

Die öffentliche Aufbahrung der verstorbenen Queen Elizabeth II. ist zu Ende gegangen. Am Montagmorgen erwiesen die letzten Besucher der britischen Königin in der Londoner Westminster Hall die letzte Ehre. Der Sarg der Monarchin wird nun für seine Überführung in die nahegelegene Westminster Abbey vorbereitet. Dort beginnt um 09:00 Uhr (MESZ) der Einlass für die Gäste der Trauerfeier, die eigentliche Trauerfeier beginnt um 12:00 Uhr.

Zehntausende Menschen hatten in den vergangenen fünf Tagen stundenlang gewartet, um sich vor dem Sarg der Monarchin von der Königin zu verabschieden. (AFP)

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König Charles III. bedankt sich für die Anteilnahme

  • 06:44 Uhr:

Der britische König Charles III. hat sich für die große Anteilnahme nach dem Tod von Queen Elizabeth II. bedankt. „Wir waren über alle Maßen gerührt von allen, die sich die Mühe gemacht haben, zu kommen und dem lebenslangen Dienst meiner lieben Mutter, der verstorbenen Königin, die letzte Ehre zu erweisen“, erklärte der König am Sonntag. Zuvor hatten hochrangige Gäste aus aller Welt Elizabeth II. Respekt gezollt.

„Während wir uns alle auf das letzte Lebewohl vorbereiten, will ich diese Gelegenheit nutzen und all den unzähligen Menschen danken, die meiner Familie und mir in dieser Zeit der Trauer eine solche Unterstützung und Trost waren“, erklärte Charles einen Tag vor dem Staatsbegräbnis der Queen. Er und seine Frau Camilla seien von den Beileidsbekundungen und der Unterstützung aus Großbritannien und der ganzen Welt „tief berührt“. (AFP)

(mit Material von dpa und AFP)

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