Ex-Frau spricht über Oskar Lafontaine

Ex-Frau spricht über Oskar Lafontaine

06/16/2021

Zwanzig Jahre lang war Christa Müller mit Oskar Lafontaine verheiratet. Seit 2013 ist das Paar geschieden. Nun berichtet Müller, wie sie heute auf die Ehe mit dem Linken-Politiker zurückblickt.

Müller sagte, sie habe ihre Ehe mit Lafontaine in guter Erinnerung behalten. “In manchen Momenten fehlt mir Oskar sogar noch – zum Beispiel, wenn ich ein Buch lese und mich mit niemandem so darüber austauschen kann wie mit ihm früher.” Als sie mit Lafontaine verheiratet war, pflegte Müller seine kranke Mutter und später ihre eigene, während der heute 77-Jährige Anfang der 2000er von der SPD zur Linken wechselte und politisch wieder nach oben strebte. Die Rollen schienen klar verteilt, Streit habe es aber selten gegeben, berichtet Müller: “Oskar und ich waren uns über die Rollenverteilung zu Hause einig und hatten auch meist dieselben politischen Vorstellungen.”

Oskar Lafontaine und Christa Müller: Die beiden haben einen gemeinsamen Sohn. (Quelle: IMAGO / Becker&Bredel)

Außerdem betonte sie, dass die Arbeit zuhause ja “nicht weniger anstrengend oder weniger wertvoll für die Gesellschaft” ist. Genauso wenig wie das Kind mit einem Jahr in die Krippe zu geben, sei es für das Ex-Paar damals infrage gekommen, “unsere Mütter im Alter sofort ins Heim zu geben”. Sie resümiert: “Auch wenn es für mich eine harte Zeit war, bin ich froh, sie daheim betreut zu haben.”

“Oskar wollte frei sein für sein neues Leben”

Als Müller und Lafontaine 1993 nach fünfjähriger Beziehung heirateten, war er gerade Ministerpräsident des Saarlandes. Das Paar hat den gemeinsamen Sohn Carl-Maurice, der 1997 geboren wurde. 2011 erklärte Lafontaine, dass er und Müller schon seit einiger Zeit getrennt sind. 2013 folgte die Scheidung von seiner dritten Ehefrau. Zu diesem Zeitpunkt war Lafontaine bereits länger mit seiner jetzigen Frau Sahra Wagenknecht liiert. “Oskar wollte frei sein für sein neues Leben, ich habe ihm keine Steine in den Weg gelegt”, erzählt Müller diesbezüglich.

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Müller setzt sich seit über 25 Jahren für den Kampf gegen Genitalverstümmelung von Mädchen in Afrika ein. 1996 gründete sie den Verein “(I)ntact”, mit dem sie diesbezüglich vieles erreicht hat. Müller erhielt 2015 das Bundesverdienstkreuz.

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