Kickboxer Sebastian Preuss: “Wieder Veilchen statt Rosen”

Kickboxer Sebastian Preuss: “Wieder Veilchen statt Rosen”

04/17/2020

Der Münchner Kickbox-Weltmeister Sebastian Preuss war der Bachelor. Exklusiv in der AZ spricht er über diese Erfahrung, den Tod seines Bruders und den Hass gegen ihn. "Ich habe überlegt, auszuwandern".

AZ-Interview mit Sebastian Preuss Der 29-jährige Münchner ist Kickbox-Weltmeister und war der Protagonist der diesjährigen "Bachelor"-Staffel von RTL.

AZ: Herr Preuss, Sie, der ja eigentlich Kickbox-Weltmeister sind, waren der Protagonist der RTL-Kuppelshow "Bachelor" – kaum jemand hat ein gutes Haar an Ihnen und Ihrem Auftreten dort gelassen. War es im Rückblick ein Fehler, diese Show zu machen?
SEBASTIAN PREUSS: Nein, in keiner Weise.

Meinen Sie das wirklich ernst?
Ja, ich habe so viel Lebenserfahrung gewonnen, das will ich nicht missen. Waren es alles schöne Erfahrungen? Nein. Aber es sind Erfahrungen, die mich letztlich als Mensch weiterbringen. Ich habe in der Sendung 22 tolle Frauen kennengelernt, mit denen ich zum Teil noch in gutem Kontakt bin. Ich habe – im Guten wie im Schlechten – unglaublich viel erlebt. Ich hätte aber nie gedacht, was danach auf mich alles einprasseln würde.

Sebastian Preuss ärgert sich über Sexismus-Vorwürfe

Als Sie die Sendung im Nachhinein gesehen haben, war der Sebastian Preuss, der da im TV zu sehen war, eigentlich der Sebastian Preuss, als den Sie sich selber sehen?
Ich bin ja kein Profi vor der Kamera, ich habe das in so einer Form zum ersten Mal gemacht. Ich hatte darum zu kämpfen, mich selber, meinen Herzschlag unter Kontrolle zu halten. Da war alles sehr angespannt und von den wirklich sehr langen Gesprächen wurden nur winzige Ausschnitte gezeigt.

Macho und Sexist lauteten angesichts der Bachelor-Staffel einige der Vorwürfe gegen Sie.
Das hat mich geärgert und mir wehgetan. Ich bin anders. Ich bin ein Mensch, der es jedem recht machen will. Der freundlich, respektvoll ist, der immer erst schaut, dass es den anderen gut geht, bevor er an sich denkt. Ich bin sicher kein Macho. Und Sexist? Das Konzept der Show ist, dass 22 Frauen um einen Mann kämpfen! Ich bin kein Sexist, ich habe vor Frauen den größten Respekt. Selbst die beiden Finalistinnen, denen ich am Ende keine Rose gegeben habe, die also von mir zutiefst enttäuscht sein könnten, haben mich gegen die Vorwürfe und Angriffe verteidigt.

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