Nach Prügel-Attacke auf Oliver Pocher: Fat Comedy will psychologische Hilfe

Nach Prügel-Attacke auf Oliver Pocher: Fat Comedy will psychologische Hilfe

06/10/2022

Damit so etwas nie wieder vorkommt?

Nach Prügel-Attacke auf Oliver Pocher: Fat Comedy will psychologische Hilfe

Ende März wird Comedian Oliver Pocher (44) aus dem Nichts angegriffen. Rapper Fat Comedy (23) verpasste dem 45-Jährigen am Rande eines Box-Kampfes eine brutale Ohrfeige. Jetzt meldet sich der Angreifer plötzlich zu Wort und gibt an, sich psychologische Hilfe holen zu wollen – doch das Ganze hat einen großen Haken.

Ein Zeichen von Reue?

Gerade erst hat Fat Comedy auf Instagram erneut eine fiese Spitze gegen Pocher rausgehauen. Bei einer Fragerunde wurde der mäßig bekannte Rapper gefragt, wieso er einen Mann schlagen würde. Seine Antwort darauf lautete nur: „Mann?“ Eine Provokation in Richtung des Mannes, der ihn wegen seiner massiven Ohrfeige angezeigt hat.

Doch nun möchte die BILD erfahren haben, dass der 23-Jährige, der im wahren Leben Omar heißt, scheinbar ein gewisses Maß an Reue zeige. Zumindest aber wolle er sich auf Anraten seines persönlichen Umfelds psychologische Hilfe holen und darüber hinaus ein Anti-Aggressions-Training besuchen. Wenn das nur so einfach wäre.

Es gibt ein Problem bei seinem Vorhaben

Oliver Pocher hatte sich kurz nach der Attacke in einem knapp 14-minütigen Video dazu geäußert. Auch darauf reagierte der Angreifer Fat Comedy provokant: „Oli, dein 14-Minuten-Video hatte keinen Sinn, weil ich nur drei Minuten auf der Toilette war.“

Und doch scheint er sich jetzt um einen Platz bei einem Anti-Aggressions-Training zu bemühen. Doch einen solchen zu finden gestalte sich schwierig, wie er der Zeitung berichtete: „Ich habe versucht, mich für einen solchen Kurs anzumelden. Leider ist das Angebot dünn und die Wartezeiten sind lang.“

"Armutszeugnis für Deutschland"

Auch sein Strafverteidiger Burkhard Benecken (46) habe das Vorhaben seines Mandanten bestätigt. Außerdem bezeichnete er das Problem als „Armustzeugnis“ für Deutschland, denn viele seiner Mandanten müssten monatelang auf einen Platz warten. „Wenn wir wirklich etwas gegen Gewalt und die gerade auch durch die Pandemie vermehrt aufgestauten Aggressionen in der Gesellschaft tun wollen, müssen wir hier dringend neue Kursplätze ins Leben rufen. Mein Mandant ist kein Einzelfall.“

Wann es zur Verhandlung kommt, sei noch unklar. Ob dem 23-Jährigen der Wunsch nach psychologischer Hilfe dabei behilflich sein könnte, ebenfalls. (vne)

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