Promi-Geburtstag vom 6. September: Alfons Hörmann

Promi-Geburtstag vom 6. September: Alfons Hörmann

09/05/2020

Frankfurt/Main (dpa) – Spitzensportreform, Olympia-Bewerbung, Pandemie: An großen Aufgaben und Herausforderungen hat es Alfons Hörmann in den bisher sieben Jahren im Präsidentenamt des Deutschen Olympischen Sportbundes nicht gemangelt.

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In dieser Zeit erlebte er Siege wie Niederlagen, erhielt Anerkennung und Kritik. “Es allen recht zu machen, ist eine Kunst, die niemand kann. Das ist ja nicht nur im Sport so”, sagte der Wirtschaftsmanager aus dem Allgäu, der am Sonntag 60 Jahre alt wird, der Deutschen Presse-Agentur. Es falle nicht immer leicht, damit “professionell und souverän” umzugehen: “Ein jeder von uns ist eben nicht nur Funktionär.”

Als Reaktion auf die geringer werdende Medaillenzahl bei Olympischen Spielen initiierte Hörmann Ende 2014 eine Leistungssportreform. “All die strukturellen und organisatorischen Veränderungen gehen eindeutig in die richtige Richtung, aber wir sind noch lange nicht am Ziel”, lautet die Zwischenbilanz des Nachfolgers von Thomas Bach, der zum IOC-Präsidenten aufgestiegen ist. Hörmann überzeugte den Bund, viel mehr in den Sport zu investieren: Weit über 100 Millionen Euro mehr pro Jahr sind es seit Beginn des Reformprozesses.

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Für die Art und Weise, wie er die Reform auf den Weg gebracht und durchgeboxt hat, bekam der gebürtige Bayer reichlich Gegenwind. So wollte eine Opposition aus dem Kreis der Spitzenverbände seine Wiederwahl im Dezember 2018 verhindern – vergeblich.

Inzwischen ist die Notwendigkeit der Neustrukturierung des Spitzensports anerkannt. “Dass uns die Reform allen geholfen hat, ist unstrittig”, meinte Ingo Weiss, Sprecher der Spitzenverbände. “Das ist sein Baby, das er groß gezogen hat. Da können ihm viele Spitzenverbände dankbar sein, auch wenn er den Finger tief in die Wunde gesteckt hat.”

Kritischer urteilt die Sportausschussvorsitzende des Bundestages über das Reformwerk. “Dass Leistung auch Gegenleistung bedingt, scheint nicht bei jedem im DOSB angekommen zu sein”, sagte Dagmar Freitag und fügte angesichts der erheblichen Aufstockung der Sportförderung hinzu: “Der Bund hat bislang zuverlässig geliefert, während der DOSB in einigen Bereichen beachtliche Beharrungskräfte an den Tag legt.”

Als größten Fehlschlag in seiner Amtszeit empfindet Hörmann das Scheitern der Olympia-Bewerbung um die Sommerspiele 2024 mit Hamburg. Zuvor war er als Präsident des Deutschen Ski-Verbandes bereits in die ebenso gescheiterte Kandidatur von München für die Winterspiele 2022 involviert gewesen. “Die emotionale Betroffenheit war und ist nach wie vor sehr groß”, meinte er.

Denkbar ist, dass Hörmann einen weiteren Olympia-Anlauf auf den Weg bringt. “Ich will es nicht ausschließen, aber ich würde es auch nicht final zusagen”, sagte er. “Eine Bewerbung wäre sozusagen die Kür, unsere Pflicht jedoch ist die erfolgreiche Entwicklung von Sportdeutschland auch ohne eine solche.” Einziger Interessent an einer Bewerbung für 2032 ist bisher die Initiative Rhein Ruhr.

Als größte Krise nicht nur seiner Amtszeit sieht Hörmann die Corona-Pandemie an. “Die Pandemie ist seit der Gründung des DOSB im Jahr 2006 die mit Abstand größte Herausforderung, die wir zu meistern haben”, sagte er. “Nicht daran zu denken, wenn das Jahr 2021 ähnlich verlaufen würde. Dann wird es richtig schlimm! Ich sehe die Vielfalt von Sportdeutschland massiv in Gefahr.”

Für die SPD-Politikerin Freitag sind solche “düsteren Szenarien” aufgrund von wenig aussagekräftigen Hochrechnungen vom DOSB “in dieser Situation keine Hilfe, weder für den Sport noch für die politisch Handelnden”. Überhaupt würde sie mit Blick auf die bisherige Amtszeit Hörmanns eher “von einer Enttäuschung” sprechen.

Ganz anders bilanziert Weiss, der auch Präsident des Deutschen Basketball-Bundes ist, dessen bisherige Ära und sein Engagement. “Ich würde ihm eine nationale Fleißkarte geben. Alfons Hörmann ist ein guter Präsident für den DOSB”, meinte er. Mit ihm sei der deutsche Sport auf eine “nächste und bessere” Stufe gekommen. Sein Krisenmanagement in der Corona-Krise bezeichnet er als exzellent. Außerdem hofft Weiss, mit Hörmann noch eine Olympia-Bewerbung zu erleben, da er die negativen Erfahrungen mit München und Hamburg zu etwas Positivem machen könnte.

Bei der persönlichen Bilanz seiner vor 20 Jahren als Allgäuer Ski-Präsident begonnenen Funktionärskarriere “überwiegen dann doch deutlich” die positiven Aspekte, sagte Hörmann. “Das Ehrenamt kostet viel Energie, aber bringt auch enorm viel davon zurück”, sagte Hörmann, der im Übrigen dem Schickimicki auf VIP-Tribünen nicht viel abgewinnen kann: “Eindeutig lieber Bratwurst als Lachs und Kaviar. Das war ein Leben lang meine Präferenz.”

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