Überraschung beim Bayerischen Filmpreis: „Leberkäsjunkie“ ist „Publikumsfilm des Jahrzehnts“

Überraschung beim Bayerischen Filmpreis: „Leberkäsjunkie“ ist „Publikumsfilm des Jahrzehnts“

04/28/2021

Überraschung beim Bayerischen Filmpreis: „Leberkäsjunkie“ ist „Publikumsfilm des Jahrzehnts“

Bayerischer Filmpreis

Neue Auszeichnung „Publikumsfilm des Jahrzehnts“

Der Eberhoferkrimi „Leberkäsjunkie“ (2019) hat sich gegen knallharte Konkurrenz wie „Fack Ju Göhte“ (2017), „Willkommen bei den Hartmanns“ (2016), „Honig im Kopf“ (2014) oder „Vincent will Meer“ (2010) durchgesetzt. Die Krimikomödie wird mit der neuen Auszeichnung „Publikumsfilm des Jahrzehnts“ beim Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet. Wer mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet wurde, sehen Sie im Video!

Darum hat „Leberkäsjunkie“ den Top-Preis verdient

Dieser spezielle Preis wird vergeben, weil wegen der Corona-bedingten Kinoschließungen für 2020 kein Jahresgewinner ausgemacht werden konnte. Zur Wahl standen die Publikumspreisgewinner der vergangenen zehn Jahre. Bis zum 31. März 2021 haben sich fast 25.000 Zuschauer an der Abstimmung beteiligt. Auch Platz drei geht an eine der erfolgreichen Krimikomödien mit dem niederbayerischen Provinzpolizisten Franz Eberhofer, gespielt von Sebastian Bezzel (49): „Sauerkrautkoma“ (2018). Platz zwei belegt „Stromberg – Der Film“ (2014).

Auch Schauspieler Robert Stadlober (38) spielt im „Leberkäsjunkie“ mit. Warum der Preis vollkommen verdient ist, erklärt er auf Nachfrage von spot on news.

„Ich glaube, der Film hat es verdient, weil er auf eine liebevolle Art mit der sogenannten Provinz umgeht. Alle Eberhoferkrimis nehmen die Provinz als lebenswerten Ort ernst. Es geht nicht darum, darauf herabzuschauen. Stattdessen zeigen die Filme: Wir haben auch unsere Freaks, wir haben auch unsere tollen Momente. Wir haben vielleicht sogar noch viel freakigere, tollere und spannendere Freaks als ihr in eurer freakigen, coolen Hauptstadt“, so Stadlober.

Hauptpreis, Drehbuchpreis, Sonderpreis und Co.

Der hochdotierte Hauptpreis, Preis für die beste Produktion, geht ihn diesem Jahr an Tobias Walker und Philipp Worm für die Romanverfilmung „Schachnovelle“ (2021). Joseph Vilsmaiers (1939-2020) letzter Film, „Der Boandlkramer und die ewige Liebe“ (2021), wird mit dem Drehbuchpreis für Ulrich Limmer, Marcus H. Rosenmüller (47) und Michael Bully Herbig (52) ausgezeichnet. Der Sonderpreis geht an die Buchverfilmung „Die Känguru-Chroniken“ (2020).

Weitere Preisträger sind unter anderem: Nilam Farooq (31) als beste Schauspielerin und Oliver Masucci (52) als bester Darsteller. Der Preis für die beste Regie geht unter anderem an Julia von Heinz (44) für „Und morgen die ganze Welt“ (2020). Über einen der Nachwuchspreise darf sich Lena Urzendowsky (21) freuen. Bereits bekannt war der Ehrenpreis für Schauspielerin Martina Gedeck (59).

Die Verleihung der „Pierrot“-Porzellanfiguren ist im Rahmen einer vorproduzierten TV-Sendung im BR Fernsehen zu sehen. In der BR Mediathek ist die Sendung für zwölf Monate abrufbar.

spot on news/RTL.de

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