Diese Rokoko-Laternen stehen bei einem der "Bares für Rares"-Händler zu Hause

Diese Rokoko-Laternen stehen bei einem der "Bares für Rares"-Händler zu Hause

09/11/2020

"Ich sehe die da drin": Diese Rokoko-Laternen zieren bald das ungewöhnliche Heim eines "Bares für Rares"-Händlers. © 1&1 Mail & Media/teleschau

Man musste nicht besonders helle sein, um in den Objekten, die Bernardo "Berno" Da Franca bei "Bares für Rares" darbot, Laternen zu erkennen. Doch wie alt sind sie? Wo und wie wurden sie eingesetzt? Da erhoffte er sich Antworten vom Experten Colmar Schulte-Goltz. Ein Händler sollte gleich seine helle Freude daran haben – aus einem speziellen Grund.© ZDF
Berno hatte die beiden Laternen von seinem Großvater geerbt, der bei der Marine gewesen war. Als Kapitän zur See habe er so manches von seinen Fahrten mitgebracht … © ZDF
Man hatte sich aber sehr wohl die Mühe gemacht, um im 18. Jahrhundert damit Prozessionen zu begleiten. Elektrifiziert wurden die Laternen natürlich erst später, lange nach der Entstehungszeit zwischen 1750 und 1760 im Stil des Rokoko. "Ich bin begeistert, dass Sie das mitgebracht haben", schwärmte Experte Colmar Schulte-Goltz.© ZDF
Allerdings stimmte trotz allem die Expertise nicht ganz mit den Erwartungen des Verkäufers überein, der auf 3.000 Euro für beide Laternen gehofft hatte. "Das prunkvolle Rokoko ist am Markt nicht so gefragt", gab Schulte-Goltz zu bedenken. Doch Berno akzeptierte die Händlerkarte auch bei 1.900 bis 2.200 Euro Schätzpreis.© ZDF
Markt hin oder her, in der Händlerrunde traf Berno durchaus auf Interessenten. 1.750 Euro hätte Walter "Waldi" Lehnertz sich die Rokoko-Laternen kosten lassen. Doch es überbot ihn jemand, der gute Gründe hatte, die beiden Stücke selbst zu erwerben.© ZDF
Denn Fabian Kahl hatte besondere Räumlichkeiten einzurichten: "Ich ziehe gerade in ein altes Theater", verriet der Jüngste unter den Händlern. "Ich sehe die tatsächlich da drin!" Er erhielt den Zuschlag für 1.800 Euro. © ZDF
"Wohnungseinrichtung gekauft!" Im Geiste sah Fabian Kahl die Laternen schon vor sich im neuen Zuhause: "Die werden so gut aussehen!" Damit war der Bogen geschlagen – zurück zu Horst Lichters Idee von der Theater-Dekoration.© ZDF
Nicht einmal die Verkäuferin wusste, was sie da von ihrem Bruder geerbt hatte, bis Wendela Horz sie aufklärte: ein Tischfeuerzeug aus England, um 1880 gefertigt aus 925er Silber, für ein vornehmes Herrenzimmer gedacht. Fabian Kahl kaufte das edle, mit Jagdmotiven versehene Stück trotz des arg lädierten Zustands für 460 Euro.© ZDF
Walter Lehnertz kaufte mal wieder eine Kuriosität für 80 Euro: Diese elektrische Hammer-Wärmeflasche von der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin (um 1915). "Nie mehr kalte Füße in der Eifel", freute sich Susanne Steiger für ihn. Seine Antwort: "Die hab ich auch so nicht – ich hab 'ne Heizung."© ZDF
Die Verkäuferin dieser Bleikristallschale staunte, als sie erfuhr, dass es sich bei dem Geschenk eines Freundes aus Tschechien um das Unikat eines berühmten Künstlers handelte: Der Glaskünstlers Josef Svarc hat sie in den 60er- oder 70er-Jahren angefertigt. Fabian Kahl erwarb das besondere Stück tschechischer Glaskunst für 250 Euro. © ZDF
Abschied der Krieger: Die gleiche Szene sei auch am Niederwalddenkmal als Seitenrelief zu finden, wusste Experte Albert Maier. Diese Bronzetafel mit dem Motiv von Prof. J. Schilling (1888 – 1895, Berliner Gießerei Gladenbeck) ersteigerte Thorsden Schlößner für 320 Euro. © ZDF
Obwohl Expertin Wendela Horz viel Gutes über die Diamantbrosche und ihre außergewöhnlich feine Verarbeitung zu sagen hatte, reichte ihr Schätzpreis nur zur Hälfte an den Wunschpreis heran. Die Verkäuferin hatte mit 5.000 Euro gerechnet. Da auch im Händlerraum nicht mehr für das Schmuckstück (1912 – 1915) geboten wurde, kam kein Geschäft zustande.© ZDF
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