"Rote Rosen"-Star Antonia Jungwith: Ihre TV-Karriere war nicht geplant

"Rote Rosen"-Star Antonia Jungwith: Ihre TV-Karriere war nicht geplant

08/25/2021

Schon als Kind liebte Antonia Jungwirth, 28, die Theaterbühne und hofft, eines Tages selbst dort stehen zu dürfen. Heute lebt die 28-Jährige ihren Traum und darf sich stolz Teil des "Rote Rosen"-Casts nennen. Welche Veränderungen ihr Job bei der Telenovela mit sich bringt und wofür Antonia dankbar ist, hat sie im GALA-Interview erklärt.

“Rote Rosen”-Star Antonia Jungwirth: “Ich wurde warm und herzliche empfangen”

GALA: Sie sind seit knapp einem Jahr in Ihrer Rolle als "Sara" zu sehen. Wie würden Sie die vergangenen Monate beschreiben?

Antonia Jungwirth: Ich bin vielen lieben Menschen begegnet und habe inspirierende Bekanntschaften gemacht. Darüber hinaus habe ich schon jetzt wahnsinnig viel gelernt, da es mein erstes Engagement in einer Daily Soap ist. Ich habe einiges mitnehmen können, vor allem ein größeres Bewusstsein für die Vorgänge hinter der Kamera. Die Zeit war aber natürlich auch von gesellschaftlichen Ereignissen geprägt, die uns alle betroffen und beschäftigt haben.

Sie sind tatsächlich inmitten der Pandemie gestartet. Hatte das Auswirkungen auf Ihren Einstieg?

Ja, natürlich ist es ungewohnt, neue Kolleginnen und Kollegen alle nur mit Maske kennenzulernen. Es dauert länger, sich Gesichter einzuprägen und zuordnen zu können. Ich hatte trotzdem das Gefühl, warm und herzlich empfangen zu werden. Ich freue mich schon jetzt darauf, wenn irgendwann eine Weihnachtsfeier oder ein Sommerfest ganz ungezwungen stattfinden kann.

Was ist für Sie die größte Herausforderung an der Darstellung von "Sara"?

Tatsächlich gibt es nur wenige Momente oder Situationen, in denen es mir sehr schwerfällt, mich in Sara hineinzuversetzen. Ich würde auch nicht sagen, dass wir uns ähnlich sind, aber es gibt viele Eigenschaften, die ich an Sara schätze und bewundernswert finde. Deshalb fällt es mir leicht, sie darzustellen. 

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Sara ist eine selbstbewusste junge Frau, die unerschrocken ihren Weg geht. Sie besitzt eine große Offenheit und Unvoreingenommenheit, ist sich für nichts zu schade und in diesem Sinne sehr mutig. Sie traut sich einfach wahnsinnig viel. Das sind in meinen Augen sehr positive Eigenschaften, auch wenn es auf manche Menschen etwas unbedarft wirken mag.

Können Sie sich in mancher Hinsicht etwas von Ihrem fiktiven Charakter abgucken?

Ja, auf jeden Fall. Sich Dinge zu trauen, offen zu sein und auch zu bleiben, keine Angst zu haben, Fehler zu machen. Das ermöglicht einem, sich freier in der Welt zu bewegen.

Was begeistert Sie zurzeit abseits der Arbeit?

Neben der Leidenschaft für die Schauspielerei kann ich mich sehr für die Arbeit mit Sprache begeistern. Ich glaube an die Kraft von Worten, Ideen und Geschichten. Deshalb habe ich auch Germanistik studiert und während meiner Arbeit am Theater noch ein Master-Studium gemacht. Bei mir muss das Hirn immer in Bewegung bleiben. 

Welche Aspekte Ihres jetzigen Lebens hätten Sie denn vor 10 Jahren noch für unmöglich gehalten?

Es war schon früh mein Traum, Schauspielerin zu werden. Als Schülerin war ich oft im Theater und habe zu den Darsteller:innen aufgeschaut – genau dort zu stehen, das wollte ich auch. Dass ich nach meinem Schauspielstudium tatsächlich auf der Bühne meinen Lebensunterhalt verdienen konnte, ist wundervoll. Nach den Jahren am Theater jetzt vor der Fernsehkamera zu stehen – das hatte ich wirklich gar nicht auf dem Schirm.

Aber genau das ist ja das Spannende im Leben, dass die Zukunft immer für eine Überraschung gut ist. Man hat Pläne und Ziele, wirft sie dann aber doch wieder um. Das erweitert den eigenen Horizont und manchmal entsteht dann etwas viel Schöneres, als man es sich ausgemalt hat.  

Ist das für Sie Ihre Definition von Erfolg? Oder was streben Sie an?

Ich denke, Erfolg hat ganz viel mit persönlichen Zielen und Wünschen zu tun. Ich glaube, man ist erfolgreich, wenn man sich selbst genügt und glücklich mit dem ist, was man hat, aber trotzdem nie aufhört, etwas zu wollen.

Verwendete Quellen: eigenes Interview

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