‘Tatort: Z�ri br�nnt’: So wird der neue Z�rich-Krimi

‘Tatort: Z�ri br�nnt’: So wird der neue Z�rich-Krimi

10/17/2020

Die Schweiz hat ein neues “Tatort”-Ermittlerteam. Am Sonntag, den 18. Oktober um 20:15 Uhr im Ersten, gehen die Schauspielerinnen Anna Pieri Zuercher (41) und Carol Schuler (33) als neue Kommissarinnen gemeinsam in Z�rich auf Verbrecherjagd. Hat sich der Neuanstrich und der Umzug von Luzern in die gr��te Stadt der Schweiz �berhaupt gelohnt?

Hier gibt es weitere “Tatort”-Folgen aus der Schweiz.

Darum geht’s

An ihrem ersten Arbeitstag wird die Profilerin Tessa Ott (Caro Schuler) gleich ins kalte Wasser geschmissen: Beim Z�richsee wurde eine Brandleiche mit Kopfschusswunde gefunden. Am Tatort wird Ott von ihrer neuen Kollegin Isabelle Grandjean (Anna Pierie Zuercher) frostig begr��t. Die Polizistin ist sich sicher, dass die unerfahrene Ott die Stelle nur dank Vitamin B bekommen hat. Denn die junge Kollegin stammt aus einer alteingesessenen Z�richer Familie und scheint jeden zu kennen.

Widerwillig bezieht Grandjean die Profilerin in die Ermittlungen ein. Sie merkt aber bald, dass Ott zwar wenig Praxiserfahrung hat, dies aber durch Hartn�ckigkeit und analytischen Verstand wettmacht. Und so unterschiedlich die beiden Frauen sind, so ideal erg�nzen sie sich in den Mordermittlungen. Fast scheint es unm�glich, die Identit�t der Leiche herauszufinden. Doch die d�nne Spurenlage f�hrt die Ermittler zur�ck in das bewegte Z�rich der 1980er Jahre.

In die Zeit der sogenannten Opernhauskrawalle, als Stra�enschlachten zwischen Polizei und der Jugendbewegung an der Tagesordnung standen. Die Schar der Verd�chtigen besteht fast ausschlie�lich aus Mitgliedern der 80er-Bewegung, die jetzt im Pensionsalter stehen; darunter eine Punkmusikerin, ein Journalist und ein Eigenbr�tler, der nie �ber die tragischen Ereignisse von damals hinweggekommen ist.

Auch ein drogenabh�ngiger Freund von Tessa Ott gilt als verd�chtig. Akribisch f�gen Grandjean und Ott ihr Ermittlungspuzzle zusammen, doch als bei der Abschiedsfeier f�r den scheidenden Polizeikommandanten ein menschlicher Sch�del als Paket eintrifft, wird der Fall in eine neue Dimension katapultiert. Und statt mit einem, sind die Kommissarinnen pl�tzlich mit zwei Mordopfern konfrontiert…

Lohnt sich das Einschalten?

Ja, absolut. Vor allem diejenigen, die den bisherigen Schweizer Tatort nicht mochten, sollten der Neuauflage eine erneute Chance geben. Das neue Team ist modern ausgerichtet, mit zwei starken Frauen in F�hrungspositionen ausgestattet und trifft damit voll und ganz den Puls der Zeit. Auch der erste Fall wird durchaus interessant erz�hlt, auch wenn es noch nicht der ganz gro�e Wurf ist. Noch wird den neuen Figuren ein wenig zu viel Raum gegeben, wobei die eigentliche Handlung etwas in den Hintergrund r�ckt.

Kleinere Kinderkrankheiten sollten die Macher aber noch ausmerzen: So wirkt die angebliche Punkmusikerin sehr bem�ht, ihrem Klischee gerecht zu werden. Zu keiner Sekunde nimmt man ihr die Rebellenrolle ab. Auch das seit Jahrzehnten verlassene Kinderzimmer der Get�teten wirkt unrealistisch sauber und nicht gealtert, fast schon wie aus einem Ikea-Katalog. Nichts ist vergilbt, abgenutzt oder verstaubt. Nicht einmal das Innere eines eigentlich unzug�nglichen Geheimfachs. Hier k�nnte noch etwas mehr Detailtreue und Liebe zum Realismus Einzug halten. Ansonsten ein gelungener Auftakt!

Quelle: Lesen Sie Vollen Artikel