„The Masked Singer“: Dieses Kostüm hätte Guildo Horn gerne gehabt

„The Masked Singer“: Dieses Kostüm hätte Guildo Horn gerne gehabt

03/17/2021

Für Guildo Horn war bei „The Masked Singer“ die Reise im Halbfinale zu Ende. Darin wurde er als Stier enttarnt. Als er für die Sendung angefragt wurde, hatte Guildo allerdings ein ganz anderes Kostüm im Kopf, wie er „Promipool“ verrät.  

Guildo Horn (58) war bei „The Masked Singer“ der Stier. Bis ins Finale schaffte er es nicht, am Dienstag musste der Sänger seine Maske abnehmen. Das Rateteam und das Publikum waren sich einig und erkannten den ehemaligen ESC-Teilnehmer schon vor der Demaskierung. Jetzt spricht er im „Promipool“-Interview über seine Teilnahme. 

„Promipool“: Hallo Guildo, wie hast du auf die Anfrage von „The Masked Singer“ reagiert? 

Guildo Horn: Ich habe mich gefreut. Da habe ich keine Sekunde überlegt, ich wollte einfach direkt dabei sein, weil das so ein schönes Format ist. Du bekommst einen neuen Charakter, darfst ihn zum Leben erwecken und kannst dich musikalisch ausprobieren. Das Ganze findet musikalisch immer auf einem richtig hohen Niveau statt. Die Choreos dazu, das ganze Bühnenbild – eine tolle Sache. 

Durftest du dir das Kostüm aussuchen? 

Das bekommt man vorgeschlagen. Ich hätte jetzt auch Nein sagen können, dann hätte ich vielleicht etwas anderes bekommen, die Sexbombe oder so! (lacht) Irgendetwas, was zu meinem Charakter passt. Aber ich wollte den Stier. Auf den ersten Metern fand ich ihn etwas befremdlich, aber dann habe ich mich immer mehr in den Charakter verliebt. Den Stier habe ich schon ganz schön liebgewonnen. 

Welches Kostüm hättest du dir am liebsten gewünscht? 

Innerlich habe ich mir so ein Kuscheltier gewünscht. Irgendetwas knautschiges, kuscheliges, das halb traurig ist – ein abgelebter Teddybär vielleicht. Der Stier war dann etwas komplett anderes, da konnte ich diese andere Seite von mir gut ausleben. Das hat auch wahnsinnig Spaß gemacht. 

Wie war es dann, mit dem Kostüm aufzutreten? 

Als wenn man länger nicht mehr Achterbahn gefahren ist. Dann geht man in die Achterbahn und wird den ersten Hügel hochgezogen. Dann sitzt du oben und wirst fallen gelassen. Es geht nach unten und du denkst: „Das ist also Achterbahnfahren!“ 

Du stellst dir vor, du gehst zu „The Masked Singer“ und weißt überhaupt nicht, was auf dich zukommt. Du hörst immer nur, dass es wahnsinnig anstrengend ist. Dann ziehst du zum ersten Mal dein Kostüm an und du merkst: Das ist eng, das ist schwer, du kriegst wenig Luft. Das Ding ist ein komplett anderes Gewerk. Atemlos singen, das kann eigentlich nur Helene Fischer. (lacht) 

„The Masked Singer“ – Der Stier(© ProSieben/Willi Weber)

Hilft es bei „The Masked Singer“, wenn man schon eine Musikkarriere hat? 

Wenn man sich jetzt anschaut, wer im Finale ist: Das sind alles Sänger*innen, richtig tolle Kollegen, die auch ihren Charakter gut bedienen. Ich habe auch nicht unbedingt die Nummer sicher gefahren, ich wollte mich austoben, ich habe Vielfalt gezeigt, mal eine lateinische Nummer performt oder einen Elvis-Song als Tango. Das ist vielleicht nicht die kommerziellste Art und Weise, aber es ist mein Weg. 

Bist du enttäuscht, dass du nicht ins Finale gekommen bist? 

Wenn ich irgendetwas nicht bin oder nie war in meinem Leben, ist das ambitioniert. Das ist mir überhaupt nicht gegeben. Ich habe in meinem Leben nie irgendetwas anvisiert und habe so vieles erreicht – irgendwie ganz komisch. Wenn ich in so eine Show reingehe, dann will ich Spaß haben, dann denke ich überhaupt nicht dran, in das Finale zu kommen. Ich gönne jedem Kollegen, im Finale zu stehen. 

Meine Reise ging jetzt bis hierhin und ich bin top zufrieden, das hätte ja auch nach der ersten Show zu Ende sein können. Stefanie Heinzmann, die wirklich eine tolle Sängerin ist, ist schon in der ersten Show rausgeflogen. Hätte mir auch passieren können. Ich bin bis ins Halbfinale gekommen und das ist gut und jetzt habe ich eine entspanntere Woche. 

Hättest du damit gerechnet, vom kompletten Rateteam und den Zuschauern erkannt zu werden? 

Da sieht man mal, wie es zur Allgemeinbildung gehört, dass man die Stimme von Guildo Horn kennt! (lacht) Ich habe natürlich im Laufe der Show gemerkt, dass meine Stimme auch sehr markant ist und dass ich schon so meinen eigenen Stil habe, Songs zu singen. Das ist nicht so austauschbar und viele Menschen erkennen mich offenbar und wissen, wie ich klinge. Deshalb wollte ich ja auch ganz viele verschiedenen Stile bedienen und dann wie ein gejagtes Kaninchen oder – um im Bild zu bleiben – wie ein gejagter Stier dem Rateteam entwischen. 

Wer ist bei „The Masked Singer“ dein Favorit? 

Mein Favorit war immer das Küken, das war absolut mein Staffelliebling. Mit gesanglich kleinen Mitteln, aber den Charakter so toll zu formen und mit einer perfekt passenden Songauswahl – ich fand das so liebenswert. Jetzt bei den letzten vier Masken drücke ich natürlich jedem die Daumen. Aber ich glaube, drei Kollegen und Kolleginnen erkannt zu haben, werde aber dazu nichts sagen. Nur so viel: Ich glaube, die Schildkröte hat eine lange Nase. 

Vielen Dank für das Gespräch! 

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