Wer war die Frau, die im "Tatort" alle verrückt machte?

Wer war die Frau, die im "Tatort" alle verrückt machte?

01/25/2021

Schauspielerin Franziska Hartmann spielt die Journalistin Imke Leopold im “Tatort: Tödliche Flut”. Sie verkörpert eine Verführerin und eine Fälscherin zugleich – und erinnert damit an einen “Spiegel”-Betrugsskandal.

Franziska Hartmann kam 1984 im bayerischen Starnberg zur Welt und wuchs in München auf. Nach dem Schauspielstudium in Leipzig (2004-2008) spielte sie in ihrer Wahlheimat Hamburg Theater (2009-2018). Parallel dazu entwickelte sich ihre Fernsehkarriere. Ihre erste kleine TV-Rolle bekam sie noch während des Studiums im “Tatort: Racheengel” (2007) mit den beiden ehemaligen Leipziger Kommissaren Ehrlicher und Kain (Peter Sodan und Bernd Michael Lade). Danach folgten neben vielen anderen Krimis fünf weitere Sonntagskrimis – inklusive dem neuen “Tatort: Tödliche Flut”.

Mit “Sterne über uns” räumte sie 2019 ab

Schon für ihr viertes Film- und Fernsehprojekt wurde sie prämiert. Gemeinsam mit ihren Filmkollegen Joachim Król und Bibiana Beglau gab es 2016 für “Über Barbarossaplatz” den Darstellerpreis beim Fernsehfilmfestival Baden-Baden. Viel Aufsehen erregte sie zuletzt auch mit einem Kinofilm. Für die Hauptrolle in dem Obdachlosendrama “Sterne über uns” erhielt sie 2019 nicht nur eine Nominierung für den Deutschen Schauspielpreis in der Kategorie Beste Schauspielerin in einer Hauptrolle, die Auszeichnung der Deutschen Akademie für Fernsehen in der Kategorie Schauspielerin konnte sie sogar mit nach Hause nehmen.

Franziska Hartmann: Als Investigativjournalistin Imke hat sie auch mit Falke (Wotan Wilke Möhring) eine gemeinsame Vergangenheit. (Quelle: NDR/Christine Schroeder)

“Was mich an Imke fasziniert, ist ihre Unbedingtheit. Ihr Wille, mit allen Mitteln für ihre Sache zu kämpfen, nicht aufzugeben bis zum bitteren Ende”, sagte Franziska Hartmann dem Sender über die Journalistin, der in ihrer alten und neuen Heimat auf der Nordseeinsel Norderney kaum jemand widerstehen konnte.

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Inspiriert wurde die Figur der Journalistin von Claas Relotius, dem “Spiegel”-Reporter mit den gefälschten Reportagen. Der Drehbuchautor David Sandreuter sagte im “Bild”-Interview: “Durch diese Affäre, die den deutschen Journalismus in eine Vertrauenskrise stürzte, gewann die Geschichte plötzlich an Aktualität und Brisanz.” Aufgeflogen war Relotius im Dezember 2018. Das Exposé für den Krimi habe da zwar schon existiert, aber der Einfluss auf das spätere Drehbuch kam trotzdem: “Ich wollte in meiner Geschichte die politische Wirklichkeit spiegeln”, so Sandreuter.

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