"Wie in einem Zombiefilm": "Goodbye Deutschland!"-Auswanderer in Katastrophenstimmung

"Wie in einem Zombiefilm": "Goodbye Deutschland!"-Auswanderer in Katastrophenstimmung

08/25/2020

Die Hoffnung auf eine halbwegs normale Saison währte nur wenige Wochen. Seit Deutschland Mallorca zum Corona-Risikogebiet erklärt hat, sind dort “Goodbye Deutschland”-Auswanderer am Ende. Wie soll es weitergehen?

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“Wie eine Geisterstadt” wirke die menschenleere Insel derzeit – diesen Vergleich zogen mit Tamara Gülpen (28) und Andreas Robens (54) unabhängig voneinander gleich zwei der “Goodbye Deutschland!”-Auswanderer, die derzeit auf Mallorca um ihre Existenz kämpfen.

Nach einem kurzen Aufatmen ab Juni kam kürzlich der nächste Schlag für all jene Inselbewohner, die vom Tourismus leben – und das sind immerhin fast 75 Prozent. Deutschland hatte für Mallorca eine Reisewarnung ausgesprochen und damit das Ende der gerade erst begonnenen Saison eingeläutet. Auf der “Season Closing”-Party in ihrer Bar Krümels Stadl kämpfte Partysängerin Marion “Krümel” Pfaff (47) mit den Tränen und gab nur mit viel Mühe die Gute-Laune-Maschine, für die ihre Fans sie lieben. “Die Insel ist im A….”, ist sie sich sicher.

“Goodbye Deutschland!”-Star: “Wie in einem Zombiefilm”

Mit einem “Flugzeugabsturz” verglich Krümels Ehemann Daniel die Situation, “wie in einem Zombiefilm” fühlt sich Gastronom Marco Gülpen (55) in diesen Tagen und Bodybuilder Andreas Robens so, “als wenn ein Atomschlag bevorsteht und alle sind in ihren Bunkern”. Mit Ehefrau Caro (40) fürchtet er um die Zukunft der gemeinsamen Fitnessstudios. Die werden zwar überwiegend von Einheimischen besucht, doch ohne Touristen verdienten diese kaum Geld. Mit niedrigeren Mitgliedsbeiträgen versuchen die Robens, ihre Kundschaft bestmöglich zu halten.

"Völlig verunsichert" sind Caro und Andreas Robens in diesen Tagen. © TVNOW / 99pro media

Barbetreiber Mark Wycislik und Ehefrau Licia zogen aus der Krise andere Konsequenzen. Ihnen stand eine Trennung auf Zeit bevor, denn Mark würde bald für ein halbes Jahr nach Deutschland gehen, um dort mit einer Bar zumindest ein bisschen Geld für die Familie zu verdienen. Licia dagegen würde mit den Kindern Daniele (4) und Leana (8) auf der Insel bleiben, um die Kleinen nicht aus ihrem gewohnten Umfeld zu reißen.

“Das ist einfach unfair”

Als “Katastrophe” empfand der Familienvater die bevorstehenden Monate ohne seine Lieben, doch auf Mallorca sah er sich ob der immer neuen Vorschriften und unterschiedlichen Vorgaben für verschiedene Lokale Behördenwillkür ausgesetzt, für die er keine Nerven mehr hat. Auch sein Kollege Sohel Abdoulkhanzadeh war frustriert: “Wir halten uns an alle Vorschriften, und dennoch werden dann einfach Leute irgendwie diszipliniert und gesagt: ‘Ey komm, ihr macht zu und ihr dürft offen lassen.’ Das ist einfach unfair.”

“Goodbye Deutschland!”: Schluss mit Partytourismus auf Mallorca – für immer?

Danni Büchner hatte ebenfalls die Nase voll und wollte ihr Lokal am liebsten sofort schließen: “Wenn keine deutschen Touristen hier sind, brauche ich die Faneteria nicht zu öffnen.” Ihre Geschäftspartner Marco und Tamara Gülpen sahen das anders und überzeugten die Fünffach-Mutter in einer heftigen Diskussion davon, noch eine Weile weiterzumachen, um “Schaden zu begrenzen”.

Die Nerven langen überall spürbar blank und wie es auf der Insel weitergehen wird, dazu gibt es düstere Ahnungen. “Es wird niemals mehr so, wie’s war”, vermutete eine befragte Touristin traurig. Und auch Sohels Partnerin und Mama seines Söhnchens Aleo (1), Jasemin Ehrck, schwante Übles für den Partytourismus, nämlich, “dass die Politiker, die hier auf Mallorca so’n bisschen gegen den Ballermann waren, das auch als Chance nutzen, das hier zu säubern und so’n bisschen ‘n anderen Ballermann hier draus zu machen”. Was das für die Auswanderer bedeuten wird? VOX wird uns vermutlich auf dem Laufenden halten. © 1&1 Mail & Media/teleschau

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