ZDFkultur zeigt neue Staffel der "FilmFrauen" zum Weltfrauentag

ZDFkultur zeigt neue Staffel der "FilmFrauen" zum Weltfrauentag

02/05/2021

Sie sind mit Leib und Seele Schauspielerinnen, stammen aus dem Osten Deutschlands, haben eine Menge erlebt – und eine ganze Reihe Film- und Fernsehpreise abgeräumt: Carmen-Maja Antoni, Katrin Sass, Claudia Michelsen und Maria Ehrich. Ab Montag, 8. März 2021, zeigt ZDFkultur anlässlich des Weltfrauentags eine neue Staffel der für den Grimme-Preis nominierten Webserie „FilmFrauen. Die Interviews“: https://zdf.de/kultur/filmfrauen-die-interviews

Die jeweils rund 15-minütigen Gespräche präsentieren vier starke Frauen und gewähren persönliche Einblicke in die beruflichen und privaten Lebenswege der Schauspielerinnen. Klug, reflektiert und authentisch erzählen sie von Schlüsselmomenten, Karrierekrisen und Triumphen. Sass und Antoni zum Beispiel wissen von großen DEFA-Regisseuren zu berichten und haben bei der Wende manche Überraschung erlebt. So erfuhr Katrin Sass erst damals, warum sie nach ihrer Auszeichnung mit dem Silbernen Bären 1982 eine mehrjährige Drehpause in der DDR auszuhalten hatte. Antoni, Sass und Michelsen erzählen vom Frauenalltag in der DDR und von Frauenrollen in verschiedenen Lebensphasen, Maria Ehrich von Erfolgsdruck und Anforderungen der Leistungsgesellschaft. Thema ist auch, wo sich weiterhin strukturelle Benachteiligungen von Frauen in der Filmbranche zeigen. Die Filmfrauen machen klar: bis zur Gleichberechtigung ist noch viel zu tun.

Die Filmfrauen:
Carmen-Maja Antoni, 1945 in Berlin geboren, hat bereits im Alter von elf Jahren für Film und Fernsehen vor der Kamera gestanden. Es folgte eine steile Karriere als Film- und Theaterschauspielerin in der DDR, wo sie viele Jahre am Berliner Ensemble wirkte. Nach dem Mauerfall ging es auch im Westen weiter. Antoni, die seit 2019 zur festen Besetzung der ZDF-Comedyserie „Merz gegen Merz“ gehört, wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Kritikerpreis (Ehrenpreis) 2008.

Katrin Sass wurde 1956 in Schwerin geboren und kam erst über Umwege zur Schauspielerei, beeindruckte die Theater- und Filmwelt aber bald mit ihrem Können. Schon 1982, noch während ihrer Studienzeit, erhielt sie – eine DDR-Schauspielerin – auf der Berlinale in West-Berlin einen Silbernen Bären. In den 1990er-Jahren erfreute sie sich vor allem als Kommissarin im „Polizeiruf 110“ großer Beliebtheit. Zu internationaler Bekanntheit gelangte sie 2003 durch ihre Rolle in dem Kinofilm „GoodbyeLenin“. Zuletzt spielte sie unter anderem in der Serie“Weissensee“. Sie ist seit 2014 regelmäßig im“Usedom-Krimi“im Ersten zu sehen.

Claudia Michelsen, 1969 in Dresden geboren, erhielt gleich nach ihrer Ausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin ein Engagement an der Volksbühne und wurde mit 22 Jahren für einen Film von Jean-Luc Godard, „Deutschland Neu(n) Null“, gebucht. Seither reiht sich eine erfolgreiche Produktion an die andere, und auch die großen Auszeichnungen bleiben nicht aus – von der Goldenen Kamera über den Hessischen Filmpreis und den Bambi bis hin zum zweimaligen Grimme-Preis. Seit 2013 ist Michelsen als Kommissarin beim „Polizeiruf 110“ in Magdeburg im Einsatz. Im ZDF-Dreiteiler „Ku’damm“ spielt sie eine der vier weiblichen Hauptrollen. Claudia Michelsen engagiert sich für das christliche Kinder- und Jugendhilfswerk e.V. „Die Arche“.

Maria Ehrich, 1993 in Erfurt geboren, gilt als eine der vielseitigsten jungen Schauspielerinnen Deutschlands. Ihr Debüt hatte sie mit zehn, und die Kritik war prompt begeistert. Seither folgt ein Engagement auf das andere. 2013 beispielsweise glänzte sie in dem ZDF-Dreiteiler „Das Adlon. Eine Familiensaga“, 2018 in „Ku’damm 56″und2020 in“Altes Land“. Ganz nebenbei hat sie 2018 eine mehrmonatige Weltreise gemacht, einen Dokumentarfilm gedreht und ein Buch geschrieben. Im März 2021 ist sie im ZDF in „Ku’damm 63“ zu sehen.

Foto: (c) ZDF / Marc Vorwerk

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